Zeitgleich versus zeitversetzt – digibasics
Version 1.0
Prototyp zur Erprobung

Zeitgleich versus zeitversetzt

Wann lohnt es sich, zeitgleich (synchron) zu kommunizieren und dafür einen gemeinsamen Termin und allenfalls auch einen Treffpunkt zu vereinbaren? Und wann ist die zeitversetzte (asynchrone) Kommunikation effizienter und angenehmer? Im folgenden Video erhältst du Anregungen zu diesen Fragen.

Video-Transkript

E-Mail ist ein asynchrones Medium, sprich die Kommunikation wird zeitversetzt geführt. Weitere asynchrone Kommunikationsmittel sind der klassische Brief, Messenger-Dienste oder Chats, wobei die letzteren beiden teilweise auch annähernd synchron genutzt werden.

Von einer synchronen Kommunikation spricht man, wenn die Gesprächspartner im selben Raum sitzen, telefonieren oder sich in einem Videocall austauschen. Die asynchrone Kommunikation hat den Vorteil, dass man sich dann einbringen kann, wenn man bereit ist und Zeit für eine gute Formulierung hat.

Durch die Speicherung einer Nachricht ist der Verlauf einer Kommunikation – gerade wenn sie sich über eine längere Zeitspanne hinweg erstreckt – für alle Beteiligten dauerhaft nachvollziehbar.

Wie im Beispiel mit Rolf gezeigt, kann sich durch die Schriftlichkeit und die zeitlichen Abstände zwischen den Kommunikationsbeiträgen allerdings auch eine Dynamik entwickeln, die deutlich schwieriger zu kontrollieren ist.  Die asynchrone Kommunikation eignet sich somit vor allem für einen längerfristigen Dialog oder für Situationen, in denen es Zeit zum Nachdenken und für treffende Formulierungen braucht.

Soll im Studium eine schriftliche Gruppenarbeit verfasst werden, so kann eine cloudbasierte Lösung, in der alle Beteiligten zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten können, von Vorteil sein. Die Gruppenmitglieder können auch von zu Hause aus auf den Text zugreifen und für alle anderen sind die Änderungen jederzeit aktuell. Synchrone Kommunikationssituationen wie ein Telefongespräch, ein Videocall oder ein Treffen vor Ort sind dagegen unmittelbarer, aber zum Teil auch unberechenbarer. Die gleichzeitige Kommunikation eignet sich vor allem für Situationen, in denen die spontane Reaktion des Gegenübers (auch die nonverbale) entscheidend ist. Bei Unklarheiten oder Irritationen kann man zurückfragen und so allfällige Missverständnisse vermeiden.

Ordne zu!

Im vorherigen Video wird zwischen zeitgleicher und zeitversetzer bzw. synchroner und asynchroner Kommunikation unterschieden. Mit der folgenden Zuordnungsübung kannst du dein Wissen überprüfen.

Ganz trennscharf lassen sich synchrone und asynchrone Kommunikationsformen nicht auseinanderhalten. So enthalten die meisten aktuellen Messenger-Dienste nicht nur schriftliche Chats, sondern auch synchrone Kommunikationsmöglichkeiten über Audio oder Video, und beim (Polizei-)Funk ist es nur bedingt möglich, gleichzeitig zu sprechen, die Übertragung des Inhalts ist zwangsläufig mit einer gewissen Verzögerung verbunden.