Eigenschaften von Online-Tools – digibasics
Version 1.0
Prototyp zur Erprobung

Eigenschaften von Online-Tools

Unzählige Tools stehen für unterschiedlichste Verwendungszwecke zur Verfügung. Alle habe je unterschiedliche Eigenschaften. Die Zuordnung ist nicht immer eindeutig und viele Dienste überlagern sich bezüglich Funktionalität und Einsatzbereich. Das folgende Video verschafft dir einen Überblick über verschiedene Kategorien von Kommunikationstools und ihre Eigenschaften:

Video Transkript

Eine entscheidende Eigenschaft von Online-Tools ist das zeit- und ortsunabhängige Kommunizieren und Zusammenarbeiten. Der Kommunikationsverlauf ist dabei für alle Beteiligten jederzeit transparent und kann auch im Nachhinein nachvollzogen werden. Mittlerweile stehen uns unzählige Tools für unterschiedlichste Verwendungszwecke zur Verfügung, Messenger-Dienste wie Whatsapp, Signal, Threema oder Telegram werden vor allem für die private Kommunikation oder den informellen Austausch im Team genutzt. Neben der Chat-Funktion haben die meisten auch eine Video- oder Audiofunktion für die Echtzeitkommunikation. Zudem liefern sie eine bequeme Möglichkeit, multimediale Inhalte zu teilen. Social Media wie Instagram, Twitter oder Facebook sind darauf ausgerichtet, Informationen mit sehr vielen Personen oder ganz spezifischen Interessengruppen zu teilen. Im Bildungsbereich bieten sie eine Chance, um zu neuen Unterrichtsideen zu kommen oder pädagogische Problemstellungen zu diskutieren. E-Mail wird immer wieder totgesagt, hat aber vor allem in der Arbeitswelt nach wie vor eine grosse Bedeutung. Ein wesentlicher Unterschied zu den Messenger-Diensten ist die Interoperabilität. Das heisst, egal, ob ich einen Gmail-Account oder ein geschäftliches Konto habe – ich kann mit allen E-Mail-Adressen kommunizieren. Im Gegensatz dazu gibt es keine Möglichkeit, aus Whatsapp mit einem Threema-Account Kontakt aufzunehmen. Auch ein Learning Management System, ein sogenanntes LMS wie Moodle oder Ilias, ist ein Kommunikationsmittel. Ein LMS erlaubt mir, mit der Lehrperson in Kontakt zu treten oder mich mit anderen Lernenden auszutauschen. Darüber hinaus gibt es mächtige Kollaborationsplattformen wie Microsoft Teams als Teil von Microsoft 365 oder Google Workspace. Sie bieten eine niederschwellige Möglichkeit für den Austausch in der Lerngruppe. Gleichzeitig sind damit funktionsreiche Tools für die zeit- und ortsunabhängige Zusammenarbeit verknüpft. Und letztlich gibt es unzählige weitere Tools für die Kommunikation von einer Online-Pinnwand bis zur Word-Datei, die kollaborativ bearbeitet und über Kommentare verdichtet werden. Diese verschiedenen Kommunikationstools haben je unterschiedliche Eigenschaften und die verschiedenen Anspruchsgruppen entwickeln je eigene Kommunikationspraktiken. Um als Gruppe effizient und gezielt zusammenzuarbeiten, lohnt es sich, gemeinsame Vereinbarungen zu treffen und sich gegenseitig dabei zu unterstützen, das Potenzial des jeweiligen Tools auszuschöpfen. Leicht kann bei der Kommunikationsflut die Übersicht verloren gehen. Abhilfe schaffen kann die Konfiguration des Tools für die persönlichen Anforderungen und die Nutzung von zahlreichen Strukturierungsmöglichkeiten wie Kanälen, Ordnern, Tags oder Markierungen. Darüber hinaus ist aber auch ein konsequentes Selbstmanagement notwendig.

Zum Überlegen:

  • Nutzt du unterschiedliche Tools für private und berufliche Tätigkeiten? Oder gibt es Überschneidungen?
  • Inwiefern steigern Online-Tools die Effizienz und die Qualität deiner Arbeit?