Zum Hauptinhalt springen
  1. Einleitung
    2 Aktivitäten
  2. B | Arbeitsgerät
    13 Aktivitäten

D11 | Speichere Daten in der Cloud

Ich habe viele Daten in der Cloud gespeichert. Aber wo sind die Daten jetzt?

Vermutlich ist dir der Begriff «Cloud» schon begegnet. Hier erfährst du, wie die Cloud-Speicherung funktioniert, welche Vor- und Nachteile sie hat und worauf du achten solltest, wenn du deine Daten online speicherst.

Bis vor einigen Jahren wurden Dateien vor allem lokal gespeichert, das heisst direkt auf dem Gerät, auf dem man sie bearbeitet hatte. Sie waren aber nur dort verfügbar und man musste sie mit einem mobilen Datenträger transportieren oder über das Internet verschicken.

Das ist ähnlich wie mit einem Dokument, welches du vom Büro nach Hause nehmen willst. Entweder nimmst du das Original mit oder du machst eine Kopie. Wenn eine andere Person dasselbe Dokument gleichzeitig benötigt oder es irgendwo vergessen geht, führt dies zu Problemen.

Hier kommt die Cloud ins Spiel. Cloud-Dienstleister bieten Speicherplatz auf ihren Servern. Du kannst deine Daten hochladen und hast Zugriff darauf, solange du mit dem Internet verbunden bist. Gleichzeitig bleibt in der Regel eine Kopie auf deinem Gerät. Dadurch ist die Datei auch ohne Internetverbindung bearbeitbar. Die Dateien werden synchronisiert, sobald du wieder Internetzugriff hast.

Cloudspeicher haben diese Vorteile:

  • Die Dateien sind überall verfügbar, wenn man Zugangsdaten und eine Internetverbindung hat.
  • Die Dateien können von mehreren Personen gleichzeitig bearbeitet werden.
  • Die Dateien können mit anderen geteilt werden.
  • Wenn ein Gerät verloren geht oder beschädigt wird, sind die Dateien nicht verloren.
  • Man muss keine physischen Datenträger verwenden, um Dateien zu transportieren.

Es gibt aber auch Nachteile:

  • Je nach Anbieter könnten die Dateien irgendwo auf der Welt gespeichert sein. Das ist besonders bei sensiblen Daten ein Problem, wenn der Datenschutz an Standort der Server nicht ausreicht.
  • Ohne Internet sind die Dateien möglicherweise nicht verfügbar (es gibt aber oft lokale Kopien auf dem Gerät).
  • Verliert man den Zugang zum eigenen Konto, kann es sein, dass man alle Daten verliert.
  • Man hat weniger Kontrolle über Dateien in der Cloud (z.  B. Gefahr von Datendiebstahl).
  • Wenn in der Cloud gespeicherte Dokumente von mehreren Personen bearbeitet werden, muss vorab geklärt werden, wer was verändern darf.

Es ist also wichtig zu überlegen, welche Dateien man in einer Cloud speichern möchte – und welche nicht. Und du solltest wissen, wie es mit dem Datenschutz und Serverstandort deines Cloud-Dienstleisters aussieht.

Es gibt verschiedene Anbieter wie Google Drive, OneDrive, iCloud oder Proton Drive. Sie funktionieren ganz ähnlich, unterscheiden sich aber oft bei der Benutzeroberfläche, dem Datenschutz und den Serverstandorten. Mehr zu den verschiedenen Cloudanbietern erfährst du in D12 | Bekannte Cloud-Speicher.

Verstehst du, was eine Cloud ist? Teste dich mit diesem Quiz:

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn man Daten in einer Cloud speichert, werden sie auf einem Server im Internet gespeichert.
  • Dadurch kann man Dateien auf mehreren Geräten verwenden und sie direkt online speichern.
  • Eine Cloud hat auch Nachteile: Ohne Internet funktioniert sie nur eingeschränkt, und man gibt einen Teil der Kontrolle über die Daten ab.