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Aktivität 1: Eine Alltagsaktivität beschreiben

Computational Competencies beginnen nicht am Computer, sondern im Kopf: Wie zerlege ich einen Ablauf in Einzelschritte? Wo gibt es Wiederholungen und Entscheidungen? Wir starten dieses Modul mit einer Aufgabe, in der wir dies anhand einer ganz gewöhnlichen Alltagstätigkeit veranschaulichen.

Wähle eine alltägliche Tätigkeit (z.B. Zähneputzen, den Schulweg gehen, ein Abendessen vorbereiten) und beschreibe diese als Algorithmus:

1. Zerlege die Tätigkeit in einzelne Schritte.

2. Identifiziere Wiederholungen und Entscheidungen.

3. Schreibe den Algorithmus als nummerierte Schrittfolge.

4. Falls du diese Aufgabe gemeinsam in einer Gruppe bearbeitest: Könnte eine andere Person die Tätigkeit allein anhand deiner Anleitung ausführen?

Reflexionsfragen

War dein Algorithmus präzise genug, damit eine andere Person ihn fehlerfrei ausführen konnte? Was musstest du anpassen?

Häufige Probleme sind mehrdeutige Formulierungen («ein bisschen drehen») oder fehlende Schritte, die man unbewusst mitmacht. Ein guter Algorithmus lässt keinen Interpretationsspielraum.

Wo hast du Wiederholungen oder Bedingungen erkannt – und wo hast du sie übersehen?

Zähneputzen enthält z.B. eine Wiederholungen («jeden Zahn einzeln putzen») und eine Bedingung («falls Zahnpasta leer, neue nehmen»). Oft werden solche Strukturen im Alltag gar nicht bewusst wahrgenommen, weil sie intuitiv sind. Mit Bezug auf Computational Competencies ist es aber wichtig, dass solche Wiederholungen (Schleifen) und Bedingungen identifiziert werden, da diese vom Computer effizient ausgeführt werden können.

Welche Alltagstätigkeiten lassen sich gut als Algorithmus beschreiben und welche eher nicht? Warum?

Routinen mit klaren Schritten (Kochen, Wegbeschreibungen) eignen sich gut. Kreative oder soziale Tätigkeiten («ein gutes Gespräch führen») sind schwieriger zu formalisieren.

Die Fähigkeit, Abläufe in präzise Schritte zu zerlegen, ist die Grundlage aller Computational Competencies. Sie stecken in vielen Alltagstätigkeiten – wir nutzen es ständig, ohne es so zu nennen. Ein (nicht ganz ernstzunehmendes) Beispiel zu was passiert wenn es mal schief geht, findet sich im folgenden Video.