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Ich und die Technik

Einstellungen und Mythen

Bevor wir in die technischen Themen einsteigen, gibt es im folgenden interaktiven Element einige Einstiegsfragen. Klicke auf eine der Aussagen, um zu starten:

Textversion

Was meinst du?

  • Ich habe für Technisches einfach kein Händchen, dafür habe ich andere Talente.
  • Ich habe Angst etwas kaputt zu machen. – Im Zweifel mache ich es lieber analog, das ist sicherer.
  • Das Technische soll einfach funktionieren! Mehr will ich überhaupt nicht!
  • Ich komme digital eigentlich ganz gut klar, aber vielleicht finde ich in diesem Lernmodul noch was Hilfreiches.
  • Ich suche eigentlich immer nach einer Möglichkeit, wie es schneller oder einfacher geht.
  • Ich würde das nie lernen! – Ich würde es ja gerne lernen, aber es ist so viel und ich weiss nicht, wo anfangen.
  • Ich will schon was lernen, aber es muss schnell gehen.

Digitale Herausforderungen

Du hast eine Aussage gewählt, die so klingt, als hättest du schon die eine oder andere frustrierende Situation im Umgang mit digitalen Geräten im Alltag gehabt. Eigentlich haben wir das alle – aber es macht einen grossen Unterschied, wie man solche Situationen angeht. Wie man vorgeht und wie gut man sich zu helfen weiss. Genau dabei will dich dieses Modul unterstützen. 

Gut unterwegs?

Du hast gerade eine Aussage gewählt, die nach einer pragmatischen Einstellung gegenüber Technik klingt. Die hilft dir bei technischen Fragen oder Problemen bestimmt gut weiter. Deswegen vorweg ein Tipp, wenn du dieses Modul schnell durcharbeiten möchtest: Am unteren Ende einer Seite gibt es lila Boxen, die «das Wichtigste in Kürze» zusammenfassen. Diese kannst du nutzen, um gezielt die Themen auszusuchen, mit denen du dich beschäftigen willst. Aber erstmal zur «Sprache der Technik» …

Sprache der Technik

Der Auf- und Ausbau von Digitalkompetenzen kann mühsam sein, muss er aber nicht. Nur Zeit kostet er auf jeden Fall. Stell dir den Ausbau deiner «Digital Skills» wie das Lernen einer Fremdsprache vor: Auch für die «Welt der Technik» gibt es ein bestimmtes Vokabular, das für Nicht-Techniker:innen schwer oder gar nicht zu verstehen ist. Dieses Vokabular muss man sich aneignen, aber wenn man es benutzen kann, lassen sich technische Probleme schneller und leichter lösen.  

Wie bei einer Fremdsprache, fängt man am besten mit den Begriffen an, die man im Alltag am dringendsten braucht. Das Glossar ist quasi dein Wörterbuch für dieses Modul. Dort kannst du herumstöbern und Schritt für Schritt dein Vokabular erweitern. Oder du schaust ins Glossar, wenn du auf einen Begriff stösst, den du nicht kennst. 

Grammatik

Schliesslich ist eine bestimmte Herangehensweise hilfreich, die sich vielleicht mit der Grammatik einer Fremdsprache vergleichen lässt. Wenn du bei technischen Problemen ein gewisses Vorgehen wählst, wirst du sie schneller lösen. Damit  kannst du deinem Gerät leichter vermitteln, was du von ihm möchtest. Solche Tipps zur «Grammatik», also wie man technische Probleme angehen kann, findest du in Kapitel F. Aber auch ein bisschen Entdeckergeist gehört zum erfolgreichen Umgang mit digitalen Geräten im Alltag, zum Beispiel: Was passiert eigentlich, wenn ich hier drauf klicke? Wie gehst du eigentlich an technische Probleme heran?

Das kenne ich auch:

  • Ich habe schon so viel Zeit mit Technikproblemen verbracht und bin schnell genervt, wenn etwas nicht gleich funktioniert.
  • Ich plane keine Zeit für technische Probleme ein und wenn sie dann auftreten, bringt mich das in Zeitnot.
  • Ich habe noch nicht so viel Zeit in den gezielten Ausbau meiner digitalen Kompetenzen investiert.
  • Wenn ich ein technisches Problem selber löse, freue ich mich eigentlich nicht darüber, sondern ärgere mich, wie viel Zeit es mich gekostet hat.
  • Wenn ich auf ein technisches Problem stosse, lasse ich das lieber von anderen lösen, statt eigene Erfahrungen zu sammeln.
  • Ich mache mir Notizen, wenn ich etwas neues Technisches gelernt habe.

Das kenne ich auch:

  • Ich probiere gerne neue Tools aus.
  • Ich interessiere mich für neue technologische Entwicklungen.
  • Ich weiss, wie ich mir bei technischen Problemen helfen kann und wie ich vorgehen kann.
  • Wenn ich bei einem technischen Problem hängen bleibe, hole ich mir Hilfe, aber versuche etwas dabei zu lernen.
  • Ich versuche anderen zu helfen, wenn sie ein technisches Problem haben.
  • Ich mache mir Notizen, wenn ich etwas neues Technisches gelernt habe.

Glaubenssätze

Glaubenssätze, also Meinungen über uns selbst und andere, haben einen grossen Einfluss darauf, wie wir lernen und wie erfolgreich wir lernen. Negative Glaubenssätze wie «Das schaffe ich nie!» oder «Mädchen können kein Mathe» sind weit verbreitet und limitieren uns in dem, was wir erreichen können. – Welche Glaubenssätze hast du über dich? Was daran sind Fakten, was davon ist deine subjektive Meinung? Es gibt beispielsweise viele Technik-Mythen, von denen man sich nicht abschrecken lassen sollte. Was meinst du zu den folgenden Aussagen:

Digitale Mythen

  • Ich bin einfach kein Technik-Mensch.
  • Digital Native = Digital Skills?
  • Das Digitale ist nur etwas für die jungen Leute. Ich bin zu alt, um das noch zu lernen.
  • Der technische Fortschritt geht so schnell voran, da kommt man eh nicht mehr mit.
  • IT-Expert:innen haben nie technische Probleme.
  • Bei mir steht der Mensch im Vordergrund – dafür brauche ich keine Technik.

Mythos «Ich bin einfach kein Technik-Mensch»

Als Technik-Mensch wird man nicht geboren. Wie bei vielen Themen ist es auch bei technischen Themen so: Je mehr man darüber weiss, desto mehr macht es Spass, sich damit zu beschäftigen. Es ist also nicht in Stein gemeisselt, man kann auch Interesse entwickeln und Schritt für Schritt technisch versierter werden.Vielleicht ist es dann eher ein «Ich bin – noch nicht – technisch versiert?» 

Mythos «Digital Native = Digital Skills?»

Digitalkompetenzen sind ein breites Feld: Darunter zählen die kompetente Bedienung von Office-Programmen genauso wie die Nutzung von Social Media. Zudem geht es um Datenschutz und IT-Sicherheit. Aber auch die Einordnung, wie qualitativ hochwertig und verlässlich die gerade gelesene Information ist, gehört dazu.Meist kennen sich auch jüngere Personen nicht gleich gut in allen diesen Bereichen aus. Und manchmal weicht die Einschätzung der eigenen Digital Skills von den tatsächlich bestehenden Kompetenzen ab – in allen Altersklassen.

Mythos «Das Digitale ist nur etwas für die jungen Leute. Ich bin zu alt, um das noch zu lernen.»

Das ist eine interessante Aussage, die häufig auftaucht. Sie stimmt aber nicht – denn es ist nie zu spät, sich mit neuen Lernfeldern anzufreunden. Gerade wenn es um digitale Kompetenzen geht, wird sich das auszahlen. Denn digitale Angebote werden sich auch in Zukunft weiter ausbreiten. Tatsächlich gibt es mehr und mehr technische Lösungen in allen Bereichen des Lebens: Digitale Supportangebote (Bürgerdienste, Steuer, Bank, Versicherung, Shops), digitale Lösungen für die Alltagskommunikation mit Familie und Freunden (Messengerdienste, Social Media) oder digitale Helferlein für Freizeitaktivitäten (Ausflugsplanung, Sportvereine, Kulturangebote, Nachrichtenplattformen). Du bist hier also genau richtig!

Mythos «Der technische Fortschritt geht so schnell voran, da kommt man eh nicht mehr mit.»

Das stimmt. Sämtlichen technologischen Entwicklungen in allen Lebensbereichen zu folgen, ist schlicht nicht mehr machbar. Dazu gibt es zu viele. Das ist aber auch gar nicht nötig. Man kann sich die Bereiche herauspicken, die für einen persönlich relevant sind. Und am besten fängt man mit dem an, was einen am meisten interessiert – oder wozu man gerade gutes Material findet.

Mythos «IT-Expert:innen haben nie technische Probleme.»

Oh doch. Quasi ständig, denn sie haben noch viel mehr mit Technik zu tun als Nicht-Expert:innen. Und dadurch werden es nicht weniger Probleme, sondern mehr. Der einzige Unterschied ist, dass sie ihre technischen Probleme in der Regel schneller lösen können. Meistens 😉
IT-Experten haben aber gelernt, wie man bei der Problemlösung vorgehen kann und was in bestimmten Fällen hilfreich ist. Einige Tipps dazu findest du im letzten Kapitel dieses Lernmoduls.

Mythos «Bei mir steht der Mensch im Vordergrund – dafür brauche ich keine Technik.»

Warum nicht? Das eine schliesst das andere nicht aus. Technik steht nicht in Konkurrenz zum Fokus auf den Menschen und will auch keine guten Gespräche oder vertrauensvolle Beziehungen ersetzen. Im Gegenteil, egal ob in der kollegialen Zusammenarbeit oder beim Lernen in Gruppen, bei der Arbeit mit Menschen, die unsere Unterstützung benötigen oder bei Tätigkeiten im künstlerischen Bereich: Viele Angebote werden erst durch Technik möglich.

Mythen entzaubert?

Es gibt also viele Annahmen, die gar nicht stimmen, oder zumindest nicht für alle Lernenden. Welche der folgenden Aussagen passen zu dir?

Was passt für dich?

Welche Aussagen sind für dich hilfreich?

  • Es ist okay, Hilfe zu brauchen – auch wenn ich mich sonst gut auskenne.
  • Technologien und Tools ändern sich ständig – es ist normal, ab und zu etwas nachschauen zu müssen.
  • Ich habe schon ganz andere Dinge geschafft – das mit der Technik bekomme ich auch noch hin.
  • Ich darf auch mal ineffizient sein – Hauptsache, ich lerne etwas dabei und komme schlussendlich weiter.
  • Ich möchte digitale Technik nutzen, weil sie mir im Alltag viele Arbeiten erleichtert.
  • Wissen teilen ist genauso wichtig wie neues Wissen aneignen.
  • Ich bin nicht allein – andere haben dieselben Fragen.
  • Jede bisherige Erfahrung hilft mir, Neues schneller zu verstehen.
  • Ich muss nicht alles wissen – ich muss nur wissen, wie ich es herausfinden kann.

Was treibt dich an?

Gibt es einen oder mehrere Sätze, die für dich hilfreich waren? Falls ja, kannst du sie dir jetzt notieren. Oder was auch immer dich dazu motiviert, deine Digitalkompetenzen auszubauen 😉

Danke, dass du dich auf diese kurze Reflexion zu Einstellungen und Herangehensweisen eingelassen hast.