Simona schaut sich die digitalen Rechercheergebnisse ihrer Klasse an. Sie sieht Screenshots, Notizen, Linksammlungen und kurze Textbausteine. Doch vieles wirkt noch unübersichtlich. Manche Schüler:innen haben doppelte Inhalte, andere verlieren sich in Details und einige wissen nicht, was sie mit all den Infos machen sollen.
Jetzt steht die nächste wichtige Phase an: Die gesammelten Informationen ordnen, strukturieren und für die Präsentation aufbereiten. Denn auch digitale Recherche bleibt wertlos, wenn die Ergebnisse nicht in eine verständliche Form gebracht werden.
Vom Sammeln zum Sortieren
Simona erklärt der Klasse, dass man nicht alles, was man gefunden hat, verwenden muss. Die Kunst besteht darin, das Wesentliche auszuwählen, Inhalte zu gliedern und mit eigenen Worten zusammenzufassen.
Dazu stellt sie einfache digitale Werkzeuge zur Verfügung:
- Mindmaps (z. B. mit MindMup oder Coggle), um Begriffe und Teilaspekte zu strukturieren
- Digitale Pinnwände (z. B. Padlet, TaskCards) für Gruppensortierungen nach Kategorien (z. B. Medien früher / heute)
- Textraster oder Storyboards für die Planung der Präsentation (z. B. Spalten für Einleitung – Hauptteil – Schluss)
Die Schüler:innen wählen ein geeignetes Tool und übertragen ihre wichtigsten Informationen aus der Recherchephase in eine strukturierte Darstellungsform.
Unterstützung bei der digitalen Aufbereitung
Simona führt ihre Klasse an die nächste Herausforderung heran: Wie können Informationen verständlich, anschaulich und korrekt aufbereitet werden?
Sie gibt Impulse:
- Wen willst du mit deiner Präsentation erreichen?
- Welche Informationen sollen im Zentrum stehen?
- Wie kannst du Bilder, Videos oder Audio sinnvoll einbauen?
Gleichzeitig spricht sie auch das Thema Urheberrecht und Quellenangabe an. Die Schüler:innen lernen:
- Was «freie Inhalte» (z. B. Creative Commons) sind.
- Wie man bei Bildern auf die Quellenangabe achtet
- Wie man Zitate und Infos korrekt kennzeichnet – auch in einer von Kindern erstellten Präsentation…
Simona bietet ein kurzes Erklärvideo an, in dem sie zeigt, wie ein «Onepager» gestaltet werden kann – mit Bildern, Überschriften, Zitaten und Quellennachweis.
Beispielhafte Umsetzung
In einer Gruppe entsteht ein Canva-Poster mit einer Gegenüberstellung «Medien früher» und «Medien heute» – mit Icons, kurzen Textfeldern und passenden Bildern. Eine andere Gruppe plant ein Lernvideo, bei dem die Kinder ein Interview mit ihren Grosseltern vertonen und mit historischen Fotos unterlegen.
Wichtig: Alle Gruppen dokumentieren, welche Quellen sie verwendet haben, woher ihre Inhalte stammen und wie sie sich für ihre Struktur entschieden haben. Das geschieht entweder digital (z. B. im Präsentationsdokument) oder in einem kurzen Reflexionsprotokoll.
Fazit
Digitale Recherche endet nicht beim Finden von Informationen. Die Ergebnisse werden erst dann sichtbar, wenn die Inhalte verständlich und kreativ aufbereitet werden. Simona unterstützt ihre Klasse dabei, aus Informationen Wissen zu machen und diese kindgerecht zu präsentieren – digital und urheberrechtlich korrekt.