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Spontane Recherche und Informationssuche

Levin scrollt wie gewohnt in seinen Social-Media Accounts, als ihm zum wiederholten Mal ein kurzweiliges Werbevideo für die App FocusBoost begegnet. Darin wird angepriesen, wie mit der App in wenigen Klicks die Konzentration massgeblich gesteigert werden kann, indem Ablenkungen blockiert und somit produktivere Arbeitsphasen möglich sind. Die versprochene «Konzentration wie nie zuvor» weckt Levins Neugier. Doch bevor er ein kostenpflichtiges Abo abschliessen möchte, will er sicherstellen, dass das Tool hält, was es verspricht.

Unterstütze Levin bei seiner Alltagsrecherche!

Planen

Bevor Levin mit seiner Suche beginnt, macht er sich – teils unbewusst – Gedanken darüber, was ihn an der FocusBoos App interessiert und entwickelt dabei erste Fragestellungen.

  • Welche Funktionen hat die App?
  • Für wen eignet sich die App?
  • Wie wird die App bewertet?
  • Gibt es ein Probeabo?

Ebenso fragt er sich, ob er – wie er es bis anhin gewohnt war – mit einer Suchmaschine fortfahren soll oder direkt ein Sprachmodell wie ChatGPT, Perplexity, Claude, usw. nutzen soll. Kannst du ihm helfen, die Unterschiede der beiden Recherchemöglichkeiten aufzuzeigen.

Durchführen

Levin entscheidet sich dafür ein Sprachmodell für seine Recherche zu nutzen, weil er sich davon eine schnelle, direkte Antwort erhofft. Bei Sprachmodellen kann dabei unterschiedlich vorgegangen werden. Levin weiss, dass er einen sogenannten Prompt erstellen muss. Kannst du ihm erklären, was ein Prompt ist und welche unterschiedlichen Arten von Prompts es gibt?

Dialogkarten

Durch deinen Input ist sich Levin bewusst, dass er zwar mit einem einfachen Zero-Shot-Prompt schnell eine erste Antwort von der KI erhalten würde. Doch er möchte gezielte Informationen einholen – etwa dazu, welche Funktionen die App bietet, für wen sie geeignet ist, wie sie bewertet wird und ob ein Probeabo verfügbar ist. Zudem interessiert ihn, auf welchen Quellen die Antwort basiert. Deshalb entscheidet er sich für einen strukturierten Prompt und nutzt dafür das ICE-Framework (Information, Context, Example):

  • Information: Was genau will ich wissen?
    Detaillierte Funktionen der App, insbesondere im Hinblick auf personalisierte Lernunterstützung.
  • Context: Was ist mein Hintergrund oder meine Situation?
    Ich bin Student, habe oft Probleme mit Ablenkungen und suche eine App, die mich gezielt beim Fokussieren unterstützt.
  • Example: Was erwarte ich als Ergebnis?
    Eine strukturierte Antwort mit konkreten Funktionen und Angabe der Quellen.

Reflektieren

Levin hat ein erstes Resultat von der KI erhalten, ist sich aber nicht sicher, ob die Informationen auch korrekt sind. Er hat gehört, dass man durch einen Crosscheck die Korrektheit von KI-Antworten schneller und besser einschätzen kann, indem man denselben Prompt in ein weiteres Sprachmodell eingibt und die Antworten miteinander vergleicht. Er ist neugierig, ob dieser Ansatz sinnvoll ist, und bittet dich um Unterstützung. Kannst du ihm die Stärken und Schwächen eines solchen Crosschecks aufzeigen?

Zur Vertiefung
StärkenSchwächen
Verlässlichkeit: Stimmen mehrere Systeme überein, ist die Information wahrscheinlicher korrekt.Zeitaufwand: Mehrere Abfragen und Vergleiche kosten deutlich mehr Zeit.
Vielfältige Blickwinkel: Unterschiedliche Datenbanken und Algorithmen liefern ergänzende Details.Verwirrungspotenzial: Unterschiedliche Formulierungen können widersprüchlich wirken.
Bias-Erkennung: Widersprüche zwischen Modellen zeigen mögliche Lücken oder Voreingenommenheit.Komplexität: Erfordert Fachwissen, um Abweichungen richtig zu interpretieren.

Wenn Levin der KI mit einem strukturierten Prompt genau sagt, was er wissen möchte, und die Antworten durch einen Crosscheck vergleicht, bekommt er eine verlässliche Antwort, die genau zu seinen Bedürfnissen passt. Wie kann er nun wirklich sicher sein, dass die Quellen stimmen? Hilf ihm dabei!

Durch die digitale Recherche erfährt Levin, dass die App ein Testabo anbietet. Er kann die Funktionalität also zunächst selbst ausprobieren, bevor er sich für einen Kauf entscheiden muss.

Levin bedankt sich bei dir für die hilfreiche Begleitung während seiner digitalen Recherche.

Fazit

Wie würdest du das Suchverhalten von Levin einschätzen?

  • Die Alltagssuche verläuft meist schrittweise und die Suche wird bis zum gewünschten Ergebnis kontinuierlich verbessert (iterativer Prozess).
  • Die Ausgangslage wird – teils unbewusst – vorab mit Fragen formuliert und eine Suchstrategie gewählt (Entscheid für ein Sprachmodell statt einer Suchmaschine).
  • Für eine erste Suche eignet sich die sogenannte „quick and dirty“-Methode (bspw. mit einem Zero-Shot-Prompt), um erste Informationen zu sammeln und einen Überblick zu gewinnen.
  • Um eine Suchanfrage zu präzisieren ,empfehlen sich strukturierte Prompts (bspw. durch ein ICE-Framework).
  • Auch bei Suche mit Sprachmodellen müssen die Quellen kritisch hinterfragt werden, dazu gibt es verschiedene Methoden (bspw. durch einen Crosscheck).
  • Die Alltagsrecherche ist vielfach ein unbewusster Prozess, dennoch lässt sich vielfach ein Muster erkennen, welches bspw. dem Super 3 Modell ähnelt: Plan – Do – Review.