Simona wird in ihrer Rolle als pädagogische ICT-Supporterin (PICTS) häufig von Kolleginnen und Kollegen um Rat gefragt, um sie bei Anliegen im Zusammenhang mit digitalisiertem Unterricht zu unterstützen, zum Beispiel bei der Auswahl geeigneter Tools. Du hörst den Dialog zwischen Simona und ihrer Kollegin Steffi, die ihr Anliegen schildert.

Text zum Dialog
Lehrperson:
Hey Simona, hast du gerade einen Moment?
Simona:
Klar, was gibt’s?
Lehrperson:
Ich plane nächste Woche eine Gruppenarbeit zum Thema „Tierporträts“ mit meiner Klasse. Ich würde das gerne mal digital machen – so richtig kollaborativ. Also, dass die Kinder gleichzeitig am gleichen Text arbeiten können.
Simona:
Ah, spannend. Also etwas wie ein gemeinsames Dokument?
Lehrperson:
Genau. Aber bitte möglichst einfach – ohne Accounts, ohne viel Technik. Ich will nicht, dass wir ewig brauchen, bis alle drin sind. Du hast doch sicher so was schon mal ausprobiert?
Informationsbedarf klären
Bevor Simona mit der Suche beginnt, hält sie kurz inne. Im Alltag läuft vieles intuitiv ab. Wir greifen zu bekannten Quellen oder geben schnell einen Suchbegriff ein. Doch ein kurzer Moment der Klärung kann viel bewirken:
- Worum geht es genau?
- Wofür brauche ich die Information?
- Was ist mir besonders wichtig – Aktualität, Verständlichkeit, Seriosität?
- Wie viel Zeit habe ich?
Solche Überlegungen müssen nicht lange dauern, helfen aber, die Recherche gezielter und effizienter zu starten. Höre, was Simona sich überlegt.
Text zu Simonas Gedanken.
Okay – Steffis Klasse ist Mittelstufe. Das heißt, es muss wirklich einfach in der Handhabung sein, sonst könnte es die Lernenden überfordern. Keine Accounts, keine komplizierte Oberfläche. Und die Kinder sollen gleichzeitig schreiben können, also live kollaborativ. Hmm – Was ist mit Datenschutz? Wäre gut, wenn es zumindest werbefrei ist. Und am besten etwas, das ich selbst schon mal getestet habe oder in fünf Minuten durchblicke. Ich glaube, EduPad könnte geeignet sein. Das hat ein PICTS-Kollege einmal erwähnt.
Was denkst du, welche Prioritäten wird Simona setzen?
Recherche durchführen
Simona hat nun eine grobe Vorstellung davon, was das gesuchte Tool können soll. Sie nimmt sich zehn Minuten Zeit und setzt sich an ihren Computer.
In diesem Schritt schauen wir dir gemeinsam über die Schulter, wie Simona vorgeht. Du erfährst, welche Begriffe sie ausprobiert, wie sie Seiten auswählt und worauf sie achtet, um am Ende eine praktikable Lösung zu finden.
Die Suche im Internet wirkt oft wie ein einfacher Klick – aber sie ist ein Prozess, bei dem kleine Entscheidungen eine grosse Rolle spielen:
→ Welche Begriffe tippe ich ein?
→ Welche Links klicke ich an?
→ Was überzeugt mich – und was schreckt mich ab?
Entscheidung und Weitergabe
Simona hat sich inzwischen einen Überblick verschafft. Zwei Tools kommen für sie infrage: EduPad und Flinga. Nach kurzem Test überzeugt sie vor allem die Einfachheit von EduPad. Kein Login, kein Schnickschnack – genau das, was ihre Kollegin braucht. Simona denkt sich:
«EduPad reicht völlig für das, was die Kollegin vorhat. Die Kinder können gleichzeitig schreiben, es ist übersichtlich – und es braucht keine Anmeldung. Ich schick ihr den Link einfach kurz mit ein paar Tipps.»
Simonas Nachricht an ihre Kollegin:
Hoi Steffi😊
Ich habe kurz geschaut – schau dir mal EduPad an: https://edupad.ch
Es ist super einfach, braucht keine Anmeldung und ist datenschutzfreundlich. Perfekt für Gruppenarbeiten oder kleine Schreibaufträge.
Wenn du magst, kann ich’s dir auch schnell zeigen.
LG
Simona
Überlege:
- Wie beurteilst du das Ergebnis von Simonas Recherche?
- Denkst du, mit EduPad wird Steffi etwas anfangen können?
- Was würdest du ähnlich oder anders als Simona machen?
- Was sind deine Rechercheroutinen?
Fazit
Simonas Recherche war kurz, zielgerichtet und praxisnah – ganz typisch für den Berufsalltag. Ohne viel Aufwand fand sie eine passende Empfehlung, die ihrer Kollegin sofort weiterhalf. Alltagsrecherchen folgen selten einem festen Plan. Trotzdem lassen sich drei zentrale Schritte erkennen:
- Informationsbedarf klären: Simona überlegt sich intuitiv, was das Tool können muss – einfach, ohne Anmeldung, kindgerecht.
- Recherche durchführen: Sie nutzt vertraute Kanäle wie Google, ChatGPT oder das Lehrerforum.
- Ergebnisse nutzen: Ein passendes Tool ist rasch gefunden. Mit Link und Anwendungshinweis gibt sie die Info direkt weiter.
Erfahrung in der Internetrecherche und ein einfacher Plan genügen oft, um effizient zum Ziel zu kommen – auch ohne aufwendige Vorbereitung.