Multimodale Tools
Inzwischen gibt es eine grosse Anzahl unterschiedlicher KI-Tools zur Generierung von Texten, Bildern, Musik und mehr. Inzwischen sind viele Modelle multimodal: Sie können verschiedene Arten von Input – etwa Text, PDFs, Sprache oder Bilder – verarbeiten und unterschiedliche Outputs wie Text, Bilder oder Sprache erzeugen. Bekannte Vertreter multimodaler Tools sind beispielsweise ChatGPT, Gemini oder Copilot.
Datenschutzkonforme Tools für Schulen
Generell gilt für den Einsatz an Schulen: Wichtig ist der Hinweis an die Schüler:innen, dass keine personenbezogenen Daten in den Prompt eingegeben werden dürfen, also etwa Vorname, Nachname, Schulort, E-Mail-Adresse, Adresse, Lebenslauf, Selfies oder ähnliches.
Es gibt KI-Tools, die speziell für den Einsatz im Bildungsbereich entwickelt wurden und die Datenschutz-Grundverordnung berücksichtigen beziehungsweise datenschutzkonforme Nutzungsformen ermöglichen. Dazu gehört unter anderem, dass Schüler:innen keinen eigenen Account benötigen, Zugänge durch die Lehrperson freigeschaltet werden, Eingaben geschützt verarbeitet werden und Daten nicht zu Trainingszwecken genutzt und nicht an Dritte weitergegeben werden. Beispiele dafür sind die KI-Dienste von Schabi oder die KI-Tools von Fobizz.
An vielen Schulen werden aus Datenschutzgründen auch Lumo von Proton oder Duck.ai verwendet. Lumo wirbt mit No-Logs und Zero-Access-Verschlüsselung; Duck.ai ermöglicht private, anonymisierte Chats mit verschiedenen KI-Modellen.
Entscheidend ist nicht nur das Tool selbst, sondern auch die schulische Regelung: Vor dem Einsatz sollten kantonale Vorgaben, Altersfreigaben, Datenschutzbestimmungen und die Frage geklärt sein, ob Schüler:innen mit oder ohne eigenes Konto arbeiten dürfen. Im Falle von ChatGPT gilt folgendes: Der Hersteller OpenAI definiert für die Nutzung das Mindestalter von 13 Jahren.
Multimedia KI-Tools
((diese Tabelle ganz anders darstellen, ev Akkordeon?))
| Loginfrei | Login benötigt (meist bessere Qualität) | Kommentar | |
| Bildgenerierende Tools | https://copilot.microsoft.com/ https://raphaelai.org/ https://www.craiyon.com/ https://stable-diffusion-web.com/de | https://chatgpt.com/ https://gemini.google/ https://firefly.adobe.com/ | Prompt-Empfehlung: Adjektiv + Substantiv + Verb + Stil Fuzzy creature wearing sunglasses, digital art Besonders der Stilbegriff kann Leihen zu schaffen machen, an dieser Stelle empfeihlt es sich eine Prompt-Datenbank durchzuschauen und geeignte Prompts rauszukopieren https://lexica.art/ Es gibt filterlose bildgenerierende Tools, die mit entsprechenden Prompts Gewalt, sexualisierte Darstellungen oder Bilder von prominenten Personen generieren können. Die grossen bekannten Softwarehersteller wie Microsoft oder OpenAI haben hingegen inhärente Filter eingebaut, die solche Inhalte blockieren. |
| Videogenerierende Tools | Erklärvideo generieren lassen über NotebookLM Login benötigt, aber kostenlos: https://hailuoai.video/ Login benötigt, kostenpflichtig: https://aistudio.google.com/prompts/new_chat VEO von Google https://www.adobe.com/products/firefly/features/ai-video-generator.html | ||
| Text-to-Speech Generatoren | AnySpeechFree Text to Speech Online | No Sign Up Required | AnySpeech Loginfreier Text-to-Speech Generator | ElevenLabsElevenLabs: Free Custom AI Sound Effects Generator | ElevenL… Text-to-Soundeffects etc. Loginfrei nur limitiert nutzbar | Bei Text-to-Speech Generatoren lassen sich texte hochladen und eine Computerstimme generieren und als MP3 herunterladen (Bspw für ein Erklärvideo) |
| Soundgenerierende Tools | Gemini Google Gemini → «Musik erstellen» aktivieren Suno KI-Musikgenerator inkl. Gesang |
KI-Detektoren
Ein omnipräsentes Thema im schulischen Kontext sind KI-Detektoren. Viele Lehrpersonen haben das Bedürfnis, Texte von Schüler*innen durch einen Detektor prüfen zu lassen, um eine Einschätzung darüber zu erhalten, zu welchem Anteil ein Text von einer KI generiert oder von Menschen geschrieben wurde. Solche Detektoren funktionieren jedoch nicht zuverlässig – und werden dies voraussichtlich auch künftig nur eingeschränkt leisten können. Solche Erkennungssysteme gehen davon aus, dass Menschen abwechslungsreicher und Maschinen gleichförmiger formulieren. Dieses Konzept greift jedoch zu kurz: Denkt nur daran, wie gleichförmig Menschen oft in einer Fremdsprache formulieren. Es gab Bestrebungen, Wasserzeichen in generierte Texte zu integrieren, die für Menschen unsichtbar, aber vom jeweiligen Toolhersteller erkennbar wären. Solche Wasserzeichen könnten jedoch nur vom selben Anbieter erkannt werden und bieten in einer Realität mit unzähligen Sprachmodellen ebenfalls keine verlässliche Garantie.
Fall aus Hamburg: Verwaltungsgericht entscheidet über KI-Nutzung in schulischem Leistungsnachweis
In einem Beschluss vom 15. Dezember hat das Verwaltungsgericht Hamburg klargestellt, dass der Einsatz von KI-Instrumenten wie ChatGPT, Gemini oder Claude bei unbenannten Hausarbeiten und Leistungsnachweisen im konkreten Fall als Täuschungsversuch gewertet werden kann. Für schulische Leistungen gilt grundsätzlich das Gebot der Eigenständigkeit. Wer ein Hilfsmittel nutzt, das diese Eigenleistung wesentlich beeinflusst oder ersetzt, muss sich dies in der Regel vorab genehmigen lassen. Die Richter stellten zudem fest, dass ein Täuschungsversuch auch dann vorliegen kann, wenn kein ausdrückliches KI-Verbot formuliert wurde. Eine Anweisung, die Aufgabe in eigenen Worten zu bearbeiten („use your own words“), kann bereits ausreichen, um die Verwendung generativer KI auszuschließen. Bericht von Heise, Beschluss.