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  1. A | Einleitung
    3 Aktivitäten

D2 | Digital Wellbeing

Meta

  • Cartoon ok?
    Janine: Mega cool – danke!
  • Bezüglich Barrierefreiheit erhalten wir hier (wie anderswo auch) wahrscheinlich einen Rüffel:
    • In der Genially-Activity sind die Texte in den Boxen sehr klein. Bei mir funktioniert das Öffnen in einem neuen Tab oder fullscreen nur mit einem Rechtsklick (entsprechenden Hinweis platzieren?)
      Janine: Diesen Fehler habe ich behoben –> individuelles html einfügen –> iframe Code von Genially kopieren. Jetzt erscheint unten rechts der Pfeil für die Fullscreen-Ansicht.
    • Learningsnacks ist wahrscheinlich auch nicht genehm, nicht zuletzt weil sich die Schrfitgrösse im Frame nicht anpassen lässt. Ich habe den Frame nun etwas breiter gemacht (560px).
      Janine: Danke!
  • Bei Learningsnacks würde ich jeweils vor jedem Abschnitt eine Pause einfügen: Dass man also jeden Typ lesen muss, bevor der nächste eingeblendet wird.
    Janine: erledigt

Cartoon zu Digital Detox: Im ersten Panel äussert sich eine Person erleichtert, weil die «Digital Detox Box» für Ruhe sort. Im zweiten Panel schaut man ins Innere der Box, wo das Handy im Liegestuhl liegt und denkt: «Endlich habe ich meine Ruhe»

Wie oft warst du heute schon online? In unserer «Always-on»-Gesellschaft durchdringen digitale Medien jeden Lebensbereich. Wir sind ständig erreichbar und permanent vernetzt. Diese «Jederzeit-und-überall»-Verbindung bietet uns enorme Vorteile, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Es erfordert immer mehr individuelle Anstrengung, um nicht den Fokus zu verlieren.

Genau hier kommt das Konzept des «Digital Wellbeing» (Digitales Wohlbefinden) ins Spiel. Es geht nicht darum, digitale Medien zu verteufeln, sondern das optimale Gleichgewicht zwischen Vernetzung und der notwendigen Erholung zu finden.

Was Schweizerinnen und Schweizer unter diesem Gleichgewicht verstehen, erforschte eine Studie der Universität Zürich von Nguyen et al. (2022).
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden gebeten, in eigenen Worten zu beschreiben, was ein ausgewogener Umgang mit digitalen Medien in ihrem Alltag für sie bedeutet. Aus den Antworten wurden 10 verschiedene Themen identifiziert.

Ordne die 10 Themen in der folgenden Sortieraufgabe nach deiner persönlichen Einschätzung, indem du die Themen auf dem Strahl platzierst. Mit einem Klick auf «Vollbild» unten rechts wird die Ansicht etwas grösser.

So haben die befragten Personen in der Schweiz geantwortet

1. Menge (30.9 %)

2. Nutzen (25.8 %)

3. Verdrängung (13.4 %)

4. Zweck/Ziel (12.1 %)

5. Fähigkeiten (11.2 %)

6. Momente (11.1 %)

7. Sucht (6.9 %)

8. Schaden (2.8 %)

9. Regeln (1.6 %)

10. Privatsphäre (0.9 %)

Abschalten

Viele Menschen teilen das Gefühl, zu viel Zeit online zu verbringen, und der Wunsch nach „Disconnecting“ (Abschalten) wächst. Doch wie gelingt das nachhaltig? Die Forschung zeigt, dass es entscheidend ist, die eigenen Motivationen zu verstehen und passende Strategien zu entwickeln, um den Medienkonsum aktiv zu steuern.

In der folgenden Aktivität lernst du deinen Motivationstyp kennen und kannst dich mit anderen vergleichen.

Strategien

Nutzt du bereits Strategien, um ein gesundes Mass an Mediennutzung einzuhalten? In den beiden Listen kannst du sehen, welche Strategien Menschen in der Schweiz anwenden. Auch hier gibt es wieder zwei verschiedene Typen.

Regelbasierte Strategien beziehen sich auf verhaltensbezogenen Regeln und Verpflichtungen, um sich von digitalen Medien zu distanzieren.

Regelbasierte Strategien
  • Ich habe Regeln zur Begrenzung digitaler Medien im Haushalt, zum Beispiel während des Abendessens oder vor dem Schlafengehen.
  • Ich reduziere die Zeit, die ich mit digitalen Medien verbringe, ohne spezielle Ansätze zu verwenden.
  • Ich lösche Apps und Programme, die zu viel meiner Zeit beanspruchen.
  • Ich lösche oder deaktiviere Konten von Websites und Apps, die ich weniger nutzen möchte.
  • Ich nutze digitale Medien bewusst zu bestimmten Zeiten während des Tages (z. B. nur abends, während der Mittagspause).
  • Ich schaffe «Digital Detox»-Momente, in denen ich mich bewusst von digitalen Medien distanziere.
  • Ich schalte das Internet vorübergehend aus, zum Beispiel durch den Flugmodus oder das Ausschalten von Wi-Fi.
  • Ich lasse mein Smartphone oder meinen Laptop zu Hause, wenn ich mit Freunden oder der Familie unterwegs bin.

Funktionsbasierte Strategien beziehen sich mehr auf die Nutzung von App- oder Gerätefunktionen, um die Konnektivität gezielt einzuschränken.

Funktionsbasierte Strategien
  • In Messaging-Apps schalte ich Benachrichtigungen von Gruppen-Chats stumm.
  • Ich entfolge und blockiere Kontakte oder Konten in Messaging-Apps und sozialen Netzwerken.
  • Ich schalte Benachrichtigungen von E-Mail, sozialen Medien, Nachrichten oder Messaging-Apps aus.
  • Ich stelle mein Smartphone auf den «Nicht stören»-Modus.
  • In Messaging-Apps verwende ich Status-Updates, um anzuzeigen, dass ich nicht verfügbar bin (zum Beispiel «Abwesend» oder «Offline»).
  • Ich verwende eine App oder ein Programm, um meine Bildschirmzeit zu überwachen und zu begrenzen.

Zum Überlegen

  • Wo liegt dein persönliches Gleichgewicht? – Gab es in den letzten Wochen eine Situation, in der sich deine Mediennutzung für dich genau richtig und gewinnbringend angefühlt hat?
  • Wann kippt dieses Gleichgewicht? – Beschreibe einen konkreten Moment, in dem die ständige Verfügbarkeit für dich zur Belastung wurde.
  • Wie definierst du für dich persönlich ein «gutes Leben» in einer Welt, die niemals schläft? – Welche Aspekte waren in der Sortieraufgabe ganz vorne?
  • Welche digitalen Gewohnheiten geben dir Energie? – Welche rauben sie dir?

Zur Vertiefung