Du hast gesehen, worauf es bei einem Prompt für die Unterrichtsvorbereitung ankommt: eine klare Rolle, ein konkreter Auftrag, ein definiertes Format und explizite didaktische Vorgaben. Jetzt probierst du das mit deiner Fachbrille selbst aus.
Beispielprompt:
Du bist eine erfahrene Lehrperson der Sekundarstufe I im Fach Deutsch und kennst den Lehrplan 21.
Aufgabe: Entwirf eine Doppellektion (90 Minuten) zum Thema «Werbesprache erkennen» für eine 8. Klasse.
Didaktische Vorgaben: Beginne mit einer Konfrontationsaufgabe mit Lebensweltbezug. Orientiere dich am LUKAS-Modell und formuliere handlungsorientierte Aufgaben, welche die Lernenden selbstgesteuert bearbeiten können. Weise jeder Aufgabe die angesprochene Kompetenz aus dem Lehrplan 21 zu.
Format: Tabelle mit den Spalten Phase, Zeit, Sozialform, Aktivität der Lernenden, Material.
Auftrag
- Passe den Beispielprompt auf dein Fach und deine Schulstufe an: Ersetze Rolle, Thema, Stufe und die didaktischen Begriffe durch die für dich passenden.
- Schicke den Prompt an ein Sprachmodell deiner Wahl.
- Prüfe den Output kritisch: Stimmen die Fachinhalte? Sind die Aufgaben tatsächlich handlungsorientiert? Passen die Kompetenzverweise?
- Formuliere mindestens einen Folgeprompt, um eine Schwachstelle gezielt zu verbessern.
Zum Überlegen
Wo hat das Modell fachlich oder didaktisch danebengegriffen?
Häufige Muster: erfundene oder ungenaue Verweise auf den Lehrplan 21, unrealistische Zeitangaben, Aufgaben, die zwar «handlungsorientiert» heissen, aber reine Reproduktion verlangen. Genau deshalb bleibt die fachliche Beurteilung bei dir, denn das Modell kennt deine Klasse nicht.
Wo lag der Zeitgewinn und wo eher nicht?
Für Ideensammlungen, Variationen von Übungen und Beispieltexte ist der Gewinn oft gross. Bei einer fein austarierten Lernsequenz kann das Prüfen und Nachbessern länger dauern als das eigenständige Planen.