KI-Tools im schulischen Kontext erfordern nicht nur neue Kompetenzen, sie können Lehrpersonen auch spürbar entlasten. Besonders eignen sie sich, um Inspiration für Unterrichtseinheiten zu erhalten, Variationen von Übungen erstellen zu lassen, Beispieltexte zu generieren und vieles mehr. Für die Vorbereitung von Unterricht und die Erstellung von Material gibt es verschiedene Wege. Wir schauen uns zwei an.
Direkt im Chatbot
Unterrichtsvorbereitungen und Materialien lassen sich direkt in ChatGPT oder einem ähnlichen Tool erstellen. Dabei empfiehlt es sich stark, mit den bereits erklärten Prompt-Strukturen zu arbeiten: Rolle – Aufgabe -Format und One-Shot / Few-Shot. Wichtig ist zudem, zeitgemässe und Lehrplan-21-konforme Didaktik im Prompt explizit vorzugeben. Ohne klare Vorgaben besteht die Gefahr, dass das Sprachmodell veraltete oder wenig kompetenzorientierte Muster reproduziert. Mögliche Schlüsselbegriffe für den Prompt sind beispielsweise: LUKAS-Modell, handlungsorientierte Aufgabe, Konfrontationsaufgabe mit Lebensweltbezug oder selbstgesteuertes Lernen.
Über eine Plattform für Lehrpersonen
Es gibt Plattformen, die explizit für das Generieren von Unterrichtsmaterial konzipiert sind. Dort füllst du lediglich ein Formular aus. Im Hintergrund wird daraus ein Prompt erstellt und an ein Sprachmodell geschickt, das den Output generiert. Das Formular hilft dir, alle wichtigen Punkte zu benennen, und nimmt dir damit einen Teil des Promptings sowie der Tool-Kenntnisse ab.
Ein Beispiel ist «Teach» von Microsoft. Die Oberfläche ist allerdings nur mit einem Microsoft-Login verfügbar:

Frei zugänglich ist das Promptlabor von Fobizz, das wir in einer der nächsten Aktivitäten ausprobieren.