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  1. A | Einleitung
    3 Aktivitäten

A2 | Selbsteinschätzung

Ein Autor des Moduls stellt im folgenden Video seine persönliche Lernumgebung (PLE) vor. Dabei geht es nicht darum, dieses Setting als besonders nachahmenswert zu präsentieren. Diese Auslegeordnung soll vielmehr als Anregung dienen, deine eigene PLE genauer zu betrachten.

Transkript

Auf diesem Miroboard habe ich versucht, meine persönliche Lernumgebung, die sogenannte PLE, visuell darzustellen, und in diesem Video möchte ich auf einzelne Bereiche etwas näher eingehen. Vertiefte Informationen sind dann jeweils über die Kommentare zu finden. Zunächst einmal habe ich von meinem Arbeitgeber ganz viele Tools vorgegeben erhalten, die ich nutzen darf und muss. In erster Linie Microsoft 365 mit allen weiteren Diensten wie OneNote und dieser Office-Palette, SharePoint, aber auch Teams natürlich als Kommunikationsinstrument. Dann, weil ich natürlich in diesem digitalen Bereich tätig bin, probiere ich immer ganz viele verschiedene Tools aus, die zu meinem Arbeitsalltag gehören, manche etwas mehr, manche etwas weniger. Ich unterscheide hier aber dann noch zwischen Tools der Teamzusammenarbeit oder des Wissensmanagements, also Tools, die ich vor allem mit meinen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam nutze. Und dann Tools zur persönlichen Arbeitsorganisation. Dazu gehören natürlich der Kalender, aber auch die To-do-Liste, die persönliche Ablage und so weiter.

Dann bin ich natürlich vernetzt in einer Community. Hier sind Social-Media-Kanäle prädestiniert, aber auch diverse Messenger-Dienste wie Signal. Privat benutze ich noch weitere wie WhatsApp oder Threema. WhatsApp würde ich lieber weniger benutzen, aber das ist zum Teil einfach gegeben durch Personen, mit denen man schon lange verbunden ist. Und jeder dieser Kanäle hat seine bestimmte Zielgruppe, mit der ich zusammenarbeite oder kommuniziere.

Ich bin vernetzt mit verschiedenen Personen und Personengruppen. Ich lerne gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen in «Learn Circles». «Working Out Loud» ist oft die Methode, oder wir orientieren uns zumindest danach. Ich bin in einer Intervisionsgruppe, und ich bin mit zwei Kollegen über mein ePortfolio vernetzt. Das ist quasi meine zentrale Stelle, wo sich mein ganzes Wissen ansammelt, wo ich das strukturiert ablege und wo ich auch mein Lernen dokumentiere und reflektiere. Da geben wir uns gegenseitig Einblick. Hier ist die Struktur des ePortfolios zu sehen, und im Modul werden wir auf die ePortfolio-Idee noch näher eingehen.

Sehr nah verwandt mit dem ePortfolio ist das persönliche Wissensmanagement. Darunter verstehe ich eher Tools, die ich brauche, um all mein Wissen und all die Informationen, die sich ansammeln, strukturiert abzulegen. Da ist natürlich zunächst einmal mein Computer und die Dateistruktur darauf, aber eben auch die Lesezeichen im Browser. Ich nutze Dropbox als privaten Cloud-Dienst. Dort wird vor allem die Literatur abgelegt, die ich im Studium gebraucht habe, um diese Literatur dann auch systematisch zu dokumentieren. Wenn ich zum Beispiel eine Fremdsprache lerne, mache ich das mit Quizlet. Texte lese ich am liebsten auf dem iPad mit der App PDF Expert, weil ich da sehr gut Annotationen anbringen kann. Ein Steckenpferd von mir ist das Visualisieren und das Anfertigen von Sketchnotes. Da brauche ich dann GoodNotes oder Tayasui Sketches, das noch etwas mehr für Illustrationen geeignet ist. Und natürlich kommen dann auch noch die Bordmittel auf den Mobilgeräten dazu, wie die Kamera und das Mikrofon und so weiter.

Dann greife ich auf ganz viele inhaltliche Quellen zu. Ich höre gerne Podcasts beim Pendeln, aber auch beim Kochen. YouTube ist eine wichtige Quelle für mich, vor allem für Tutorials, aber es gibt unzählige Websites, die ich sammle und verfolge, Blogs vor allem, auch sonstige Webplattformen. Manchmal mache ich Online-Kurse oder MOOCs. Da gibt es ganz verschiedene Angebote, auch Open Educational Resources, die frei verfügbar sind. Zunehmend nutze ich natürlich auch KI-Dienste, um auf Wissensbestände zuzugreifen und diese für mich auch fassbar, handhabbar zu machen. Und natürlich auch ganz viele analoge Quellen: Bücher, Zeitschriften und so weiter. Das gehört natürlich auch dazu, auch wenn ich mich hier aufs Digitale konzentriere.

Alles, was aus meiner Sicht eine Relevanz hat für die Öffentlichkeit, versuche ich webbasiert zu dokumentieren und frei verfügbar zu machen. Ich habe viele Linklisten, die ich bewirtschafte. Es gibt aber auch Webplattformen, die wir von der PH aus nutzen, die oft aber aus einem privaten Projekt von mir ausgegangen sind. Und dann gibt es noch viele Kurse, die ich aufbereitet habe, ebenfalls webgerecht, und ich habe einen YouTube-Channel, wo ich dann meine persönlichen Erklärvideos hochlade und teile.

Das wäre der Überblick. Ich merkte beim Erstellen und beim Visualisieren, dass mir laufend noch neue Ideen kommen von Tools, die ich ja auch noch nutze. Es ist sicher nicht vollständig, und vielleicht müsste ich mir die Struktur dann auch nochmals neu überlegen. Das ist für mich jetzt einfach mal ein Versuch, eine Auslegeordnung zu machen für die wichtigsten Tools, die ich fürs Lernen und Arbeiten in meinem Alltag brauche. Und ich kann sehr empfehlen, das einmal für sich zu machen und sich zu überlegen: Wie bin ich da unterwegs? Gibt es vielleicht Optimierungsbedarf? Sind meine Tools gar redundant, sprich: Verwende ich verschiedene Tools für denselben Zweck und mache ich die Arbeit teils doppelt? Es lohnt sich, dass man sich das regelmässig wieder überlegt und seinen Workflow vielleicht auch optimiert. Dabei wünsche ich viel Spass und auch viel Erfolg.

Hier kannst du das Miroboard betrachten, welches im Video verwendet wird:
https://miro.com/app/board/uXjVOM9XWZA=/?share_link_id=131401786925

Zum Überlegen

Schätze dich selbst ein: Visualisiere deine eigene PLE, egal ob digital oder analog, und besprich sie mit deinen Mitlernenden. Versuche folgende Fragen zu beantworten:

  • Welche Tools verwendest du für welchen Zweck?
  • Welche Arbeitstechniken bewähren sich? – Welche bereiten dir Mühe?
  • Wie dokumentierst du dein Lernen? – Wie teilst du dein Wissen?
  • Welche Tools sind dir vorgegeben? – Welche hast du selber gewählt?
  • Was sind deine Entscheidungskriterien bei der Wahl eines neuen Tools?
  • Welche Tools überschneiden sich? – Wo siehst du Optimierungspotential?
  • Wie unterscheidet sich deine PLE von denjenigen deiner Mitlernenden? – Was überzeugt dich bei den anderen?

Tipp fürs die digitale Visualisierung deiner PLE: Neben Miro eignet sich beispielsweise genial.ly oder der Schabi Creator. Beide Tools erlauben dir, Grafiken mit interaktiven Inhalten anzureichern. Aber auch ein Whiteboard- oder Mindmap-Tool würde sich eignen.