#Nutzungsgeschichten
digibasics als Instrument für ein Sur-Dossier-Aufnahmeverfahren

Im Interview mit Caspar Noetzli berichtet Nathalie Hermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH), wie sie die Lernmodule von digibasics einsetzt, um Personen ohne formale Zulassungsvoraussetzungen in einem Sur-Dossier-Verfahren das Studium zu ermöglichen und ihre Digitalkompetenzen gezielt zu fördern.

Caspar Noetzli (PH Zürich) & Nathalie Hermann (HfH)

Eine Nutzungsgeschichte zum Hören

Im Zulassungsverfahren «sur dossier» für Bachelor-Studiengänge(1) können Studieninteressierte ohne formale Zulassungsausweise ihre Studierfähigkeit nachweisen. Diese umfasst neben Deutsch, Mathematik und Englisch auch grundlegende ICT-Kompetenzen. Ziel ist es, unterschiedliche Bildungsbiografien zu berücksichtigen und Studierfähigkeit kompetenzorientiert zu beurteilen. Im Zulassungsverfahren wird geprüft, ob die Kandidat:innen, die erforderlichen Kompetenzen für ein Studium auf Bachelorniveau aufweisen.

Für den Bereich ICT arbeitet die HfH mit den Lernmodulen von digibasics. Die Teilnehmenden kommen aus sehr unterschiedlichen beruflichen Kontexten und verfügen über unterschiedlich ausgeprägte digitale Vorkenntnisse. Wichtig sei ein flexibles und individuelles Vorgehen, so Hermann.

Individuelles Lernpaket

Zu Beginn schätzen die Kandidatinnen und Kandidaten sich mithilfe des digibot(2) selbst ein. Auf dieser Grundlage wählen sie passende Lernmodule aus oder stellen für sich ein individuelles Lernpaket(3) zusammen. Damit können sie Lerninhalte aus verschiedenen Lernmodulen auf digibasics auswählen, ganze Kapitel oder einzelne Themen. So stellen sie sich ihr persönliches Lernprogramm zusammen.

Lernportfolio zum Kompetenznachweis 

Die bearbeiteten Selbsttests und Praxisaufgaben dokumentieren die Personen in einem Portfolio. In diesem begründen sie ihre Auswahl, reflektieren ihren Lernprozess und weisen die vertieften Kompetenzen nach.(4) Ein Kompetenzgespräch schliesst das Sur-Dossier-Verfahren an der HfH ab.(5)

Eigenverantwortliches Lernen

Das Verfahren ist stark auf Eigenverantwortung ausgerichtet. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden ihre ICT-Kompetenzen bedarfs- und situationsbezogen erweitern und sich damit gezielt auf ihr Studium vorbereiten können. Rückmeldungen zeigen, dass dies gut gelingt – auch bei älteren Quereinsteigern. Von den Verantwortlichen wird besonders geschätzt, dass mit digibasics eine didaktisch durchdachte Plattform zur Verfügung steht und keine eigenen Aufgaben entwickelt werden müssen.

Autor:innen: Caspar Noetzli, PH Zürich & Nathalie Hermann, HfH 

Zur Vertiefung 

  1. Zulassungsverfahren «sur dossier» für die Bachelorstudiengänge der HfH 
  2. Der «digibot» generiert nach der Beantwortung von Fragen zu den Interessen und Vorerfahrungen eine Empfehlung zur Bearbeitung der Lerninhalte auf digibasics.ch. Aktuell (Februar 2026) berücksichtigt der digibot acht Lernmodule der ersten Entwicklungsphase. Der digibot wird bis Ende 2026 um acht weitere Lernmodule erweitert. 
  3. Individuelles Lernen mit der Funktion «Lernpakete» 
  4. Im Lernmodul «Digital lernen und arbeiten» wird auf das Planen eines Lernvorhabens und das Führen eines Portfolios (ePortfolio) eingegangen und es werden verschiedene Tools vorgestellt. 
  5. Ausführungsbestimmungen Zulassungsverfahren «sur dossier» für Bachelor-Studiengänge

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#Nutzungsgeschichten
digibasics an der Fachschule Viventa

Die Fachschule Viventa ist das Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildung der Stadt Zürich. Entlang ihrer Vision (1) bietet die Fachschule Viventa ein breites Angebot in den Bereichen Berufsvorbereitung, Integration, Erwachsenen- und Elternbildung und führt die Sonderschule Viventa15plus. – Regula Leemann unterrichtet dort junge Erwachsene mit Migrationshintergrund im Rahmen eines Pilotprojekts zur beruflichen Orientierung und nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt – einer Kombination aus Schule und Praxis. Im Gespräch mit Caspar Noetzli (PH Zürich) berichtet sie, wie digibasics im Informatik- und Medienbildungsunterricht eingesetzt wird.

Eine Nutzungsgeschichte zum Hören

Die Lernenden der Klasse «Berufsorientierung für Erwachsene mit Praktikum» (2) besuchen an einem Tag pro Woche die Schule. Im Fach «Informatik & Medienbildung» arbeiten sie mit dem digibasics-Lernmodul «Text, Tabelle, Präsentation». Der Fokus liegt dabei auf Word: Texte formatieren, einfache Mitteilungen schreiben, E-Mails oder Bewerbungen verfassen – Grundfertigkeiten, die sie im Alltag brauchen.

Die Heterogenität in der Klasse ist gross. Einige der Lernenden bringen bereits umfassende Vorkenntnisse mit, andere haben zum ersten Mal einen Laptop in den Händen. Für Regula Leemann ist das jedoch kein Hindernis – im Gegenteil: «So, wie digibasics aufgebaut ist, können die Lernenden genau dort weitermachen, wo sie stehen oder was sie interessiert.»

Besonders geschätzt werden die Videos, welche ohne Sprache auskommen. «Das ist für meine Zielgruppe ein grosser Vorteil – Die Lernenden müssen keine sprachlichen Hürden überwinden, sondern können direkt durch Beobachtung lernen.» Die Einstiegstests oder die Praxisaufgaben von digibasics setzt sie bewusst nicht ein, da diese die fremdsprachigen Lernenden sprachlich überfordern würden. Stattdessen hat sie basierend auf den Anwendungskompetenzen von digibasics eigene Kompetenznachweise entwickelt.

«Es ist schön zu erleben, wenn die Lernenden plötzlich sagen: Jetzt kann ich es!», erzählt sie. «In solchen Momenten, in denen die jungen Erwachsenen vertieft an ihrem persönlichen Weiterkommen arbeiten, entsteht ein spürbarer Fokus im Klassenzimmer.» Einige der Lernenden nutzen digibasics sogar ausserhalb des Unterrichts und entdecken selbstständig Module wie «Bild, Audio, Video» oder «Datenschutz & Co.»

Ihr Wunsch für die Zukunft von digibasics? «Mehr Videos ohne Sprache – das entspricht genau den Bedürfnissen meiner Lernenden.»

Autoren:innen: Caspar Noetzli (PH Zürich) & Regula Leemann (Fachschule Viventa)

9.4.25

Zur Vertiefung 

  1. Über die Fachschule Viventa Stadt Zürich
  2. Lehrgang Berufsorientierung für Erwachsene mit Praxis
  3. Imagefilm der Fachschule Viventa Stadt Zürich

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#Nutzungsgeschichten
digibasics an der Berufsfachschule Liestal

Die kaufmännische Berufsfachschule in Liestal Basel-Land (kvBL), treibt die digitale Transformation mit Hilfe von digibasics aktiv voran. Paolo Dettwiler, langjähriger Lehrer und Pädagogischer ICT-Supporter (PICTS) berichtet im Interview mit Caspar Noetzli, wie seine Schule die Lernmodule von digibasics einsetzt, um die Digitalkompetenzen der Lehrpersonen zu fördern. 

Caspar Noetzli, PHZH & Paolo Dettwiler, kaufmännische Berufsfachschule Liestal BL

Eine Nutzungsgeschichte zum Hören

Im Rahmen des Projekts «Digitale Kompetenzen der Lehrpersonen fördern» der kvBL (1) starten die Lehrpersonen mit einer Selbsteinschätzung. Diese Einschätzung (gegliedert in digitale Basiskompetenzen und Kenntnisse der Didaktik des digitalen Unterrichts) basiert auf zehn Basiskompetenzen und orientiert sich sich am europäischen Referenzrahmen DigiCompEdu (2). Damit können Lehrkräfte den Stand ihrer Digitalkompetenzen erörtern und Entwicklungsziele bestimmen. Diese werden im Mitarbeitergespräch besprochen und individuelle Schwerpunkte zur Weiterentwicklung festgelegt. 

Die Lernmodule von digibasics würden sehr genau die Bedürfnisse der Lehrerinnen und Lehrer am kvBL widerspiegeln, so Paolo Dettwiler. Insbesondere werden die Lernmodule «Bild, Audio, Video» (3) und «Datenschutz & Co.» (4) von Lehrpersonen geschätzt. 

Auf seine Wünsche an digibasics angesprochen: «Ein Tool, das unsere Lehrpersonen nach einem Selbsttest auf die entsprechende Kompetenzstufe einordnet, würde die individuelle Orientierung erleichtern und Vergleiche ermöglichen.» Vergleiche «Selfie for Teachers» (5).

Autoren: Caspar Noetzli (PH Zürich) & Paolo Dettwiler (kvBL)

6.11.2024

Zur Vertiefung 

  1. Website der kaufmännischen Berufsfachschule in Liestal Basel-Land (kvBL)
  2. DigiCompEdu
  3. digibasics Lernmodul «Bild, Audio & Video»
  4. digibasics Lernmodul «Datenschutz & Co.»
  5. Selfie for Teachers – Selbsttest der Europäischen Union für Lehrpersonen

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#Nutzungsgeschichten
Atelierlernen mit digibasics an der PH Bern

Die PH Bern setzt seit kurzem die Lernmodule von digibasics im neuen Studiengang der Primarstufe ein. Caspar Noetzli im Gespräch mit Urs Wildeisen, Modulverantwortlicher Medien und Informatik, über die Nutzung der Lernmodule in freiwilligen Ateliers und wie sie Leistungsnachweise anhand der angebotenen Praxisaufgaben organisieren.

Caspar Noetzli, PH Zürich & Urs Wildeisen, PH Bern

Nutzungsgeschichte zum Hören

Freies Lernen, Live-Support und Atelierlernen

Urs Wildeisen berichtet im Interview, wie er und sein Team im neuen Studiengang Primar (1) im Herbstsemester 2023 die Lernmodule «Bild, Audio & Video» sowie «Datenschutz & Co» (2) eingesetzt haben. Er erläutert das mehrstufige Supportangebot der PH Bern, das die 250 Studierenden nach Bedarf beziehen können: Von der einfachen Mail-Anfrage, über Live-Support hin zum Besuch eines Ateliers vor Ort. Hier bearbeiten die Studierenden in Gruppen und unter fachlicher Begleitung die Praxisaufgaben aus den Lernmodulen.

Studierende haben das Gefühl, dass ihre Anwendungskompetenzen ausreichen und merken, dass ihr Wissen oberflächlich ist.

Urs Wildeisen, PH Bern

Urs spricht über die unkomplizierte Nutzung der offen zugänglichen Lernmodule, welche den Studierenden während des ganzen Studiums und darüber hinaus zur Verfügung stehen. Denn oft würden Studierende ihre Anwendungskompetenzen überschätzen und erst im Verlauf des Studiums feststellen, dass sie zwar über oberflächliches Wissen verfügen, ihnen jedoch vertiefte Digitalkompetenzen fehlen.

Praxisberichte aus erster Hand

Unter dem Hashtag «Nutzungsgeschichten» berichten wir künftig über Schulen, Hochschulen und Personen, die digibasics im Studium und zur persönlichen Weiterbildung erfolgreich und mit Lust einsetzen. Caspar Noetzli lädt zum Gespräch ein und befragt seine Gäste entlang von sieben Fragen zu ihren Erfahrungen mit der Nutzung von digibasics. (3)

Unter dem Hashtag «Nutzungsgeschichten» berichten wir künftig über Schulen und Hochschulen, die digibasics einsetzen.

Caspar Noetzli, PH Zürich

Gesucht: Weitere Nutzungsgeschichten

Hast du ein Lernmodul von digibasics in deiner Lehre eingesetzt oder habt ihr als Schulteam mit einem Lernmodul eine gemeinsame Weiterbildung organisiert? – Schreib uns und berichte von deinen Erfahrungen aus erster Hand. Caspar führt mit dir ein maximal halbstündiges Online-Interview. Die digibasics-Community freut sich auf deinen Bericht. (4)

Autoren: Urs Wildeisen (PH Bern) & Caspar Noetzli (PH Zürich)

22.04.2024

Zur Vertiefung

  1. Der neue Studiengang Primarstufe an der PH Bern.
  2. Im 1. Semester arbeiten die Studierenden mit den Lernmodulen «Bild, Audio & Video» und «Datenschutz & Co.» Im 2. Semester kommen aufbauend die Lernmodule «Text, Präsentation & Tabelle» und «Online-Kommunikation & Online-Kooperation» dazu.
  3. Inspiration zum Interview-Leitfaden ist die Artikelsammlung von educause 7 Things You Should Know About.
  4. Deinen Vorschlag einer Praxisgeschichte sendest du an info@digibasics.ch

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