Podcasts, Sprachnachrichten oder Audio-Dateien können in vielfältigen Kontexten gehört. Diese lassen sich einteilen in «fokussierte Nutzung» (mit oder ohne Notizen) sowie «nicht fokussierte Nutzung».
Bei der fokussierten Nutzung konzentriert sich die hörende Person primär auf die Stimme und das Gesagte. Dabei kann die Person bspw. an einem Tisch sitzen und sich schriftliche oder digitale Notizen machen. Diese Nutzungsvariante ist vor allem dann empfehlenswert, wenn das Thema komplex ist und die hörende Person über wenig Vorwissen verfügt. Alternativ dazu kann sich die Person auch in einer Situation befinden, in der sie sich keine Notizen machen kann, beispielsweise auf einem Spaziergang oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Bei der nicht fokussierten Nutzung geht die hörende Person zusätzlich einer anderen Aktivität nach, sodass ihre Aufmerksamkeit nur teilweise bei der Stimme und dem Gesagten liegt. Diese zusätzliche Aktivität kann vieles sein, beispielsweise das Zusammenlegen von Wäsche oder das Erledigen von Gartenarbeit.
Ob jemand noch fokussiert zuhören kann, hängt von der Routine mit der zusätzlichen Tätigkeit ab. Eine sehr erfahrene Autofahrerin kann auf der Autobahn womöglich ziemlich fokussiert zuhören, während ein Fahranfänger das nicht kann.
Zum Überlegen
- In welchen Kontexten könntest du auf visuelle Hilfsmittel wie Folien, Illustrationen, Diagramme und Bullet Points verzichten?
- Existiert schon audiobasiertes Material dazu, bspw. in Form eines Podcasts? Kannst und willst du es selbst erstellen?
- Wie sollen deine Schülerinnen und Schüler die audiobasierte Unterrichtssequenz anhören?
- Forderst du sie auf, Notizen zu erstellen?
- Können sie nebenher noch etwas anderes machen?
- Und wie knüpfst du im Unterricht an das audiobasierte Lernerlebnis an?