
Je intensiver du mit dem Computer arbeitest, umso mehr Dateien fallen an und desto wichtiger wird ein konsequentes Dateimanagement.
Suchen statt Sortieren
Die klassische Form, Dateien zu ordnen ist eine Ordnerstruktur: Dateien werden anhand einer dauerhaften, hierarchischen Logik in passende Ordner abgelegt. Allerdings hat dieses Vorgehen auch Nachteile:
Je umfangreicher diese Struktur ist, desto mehr Zeit wird benötigt, um sich beim Ablegen oder Auffinden durch die Ordnerhierarchie zu klicken.
Je komplexer und vielfältiger die Dateien, desto schwieriger die Zuordnung, wie das folgende Beispiel zeigt:

Gehört das Bild in den Ordner «Spanien_2024», «Sonnenuntergänge» oder «Jessica»? Oder legt man in jeden Ordner eine Kopie? Wie stellt man sicher, dass bei einer Bearbeitung der Datei alle Kopien aktualisiert werden?
Mittlerweile haben Betriebssysteme sehr leistungsfähige Suchfunktionen. Anstatt sich also durch endlose Ordnerhierarchien zu klicken ist es meist effizienter, nach einer Datei zu suchen. Damit das nicht zur sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen wird, hier einige Empfehlungen:
- Aussagekräftige Dateinamen: Überlege dir bei der Benennung und der Wahl des Speicherorts, wie du künftig nach der Datei suchen wirst. Heutige Betriebssysteme haben kein Problem mehr mit langen Dateinamen.
Beispiel: hans_muster_portrait_quadratisch.jpg statt IMG_1749.jpg - Filtern: Die Suche nach einem Begriff lässt über die Filterfunktion nach bestimmten Kriterien eingrenzen. So kannst du nur bestimmte Dateitypen anzeigen oder Dateien auf einen gewissen Zeitraum beschränken.
- Tags setzen: Tags werden meist mit «Etiketten» oder «Schlagworte» übersetzt. Sie können helfen, spezfische Eigenschaften einer Datei zu festzulegen (dringend, privat, Entwurf, Favorit, …). Tags können auch kombiniert werden.
Im Akkordeon findest du spezifische Informationen zur Dateisuche in deinem Betriebssystem:
Tipps zur Suche in Windows
Windows-Hilfe: Suchen von Dateien in Windows
Video: How to Add Tags to Files in Windows 11
Transkript
Hallo Welt, willkommen beim PCTIPP. Ich zeige euch heute, wie ihr mit der Windows-Suche mehr findet.
Los geht’s mit Tipp Nummer 1: der Indizierung. Dabei geht es nicht etwa um verbotene Rap-Alben, sondern um einen Index, den Windows verwendet, um Dateien und Dokumente schneller zu finden. Diese Einstellungen findet ihr in der Einstellungs-App. Dort geht ihr links auf „Datenschutz und Sicherheit“ und dann im Bereich „Windows-Berechtigungen“ auf „Windows durchsuchen“. Hier erhaltet ihr alle relevanten Infos zum Index. Standardmässig ist das auf „Klassisch“ eingestellt. Das heisst, Windows durchsucht Bibliotheken, Dokumente, Bilder, Musik und den Desktop und berücksichtigt bestimmte Ordner nicht. Das sind, soweit ich weiss, vor allem Systemordner und Ordner, in denen man normalerweise nicht so oft arbeitet. Falls ihr aber wisst, dass ihr in einem Ordner wie zum Beispiel „AppData“ häufiger unterwegs seid, könnt ihr auch auf „Erweitert“ umstellen, damit der gesamte PC durchsucht wird. Das dauert beim ersten Mal etwas länger, bis der Index erstellt ist, danach sollte es aber deutlich schneller gehen. Wichtig finde ich, dass bestimmte Ordner wirklich ausgeschlossen bleiben. Und vielleicht möchtet ihr sogar weitere Ordner ausschliessen, wenn ihr genau wisst, dass dort viele Datenbewegungen stattfinden, ihr diesen Ordner aber kaum durchsucht, zum Beispiel bei Video-Software, in der viele Cache-Dateien landen, oder generell bei temporären Dateien. Viele kleine, ständig wechselnde Dateien belasten den Index nämlich unnötig. Sehr nützlich sind dafür die „Erweiterten Indizierungsoptionen“: Dort könnt ihr Ordner hinzufügen oder ausschliessen, je nach Bedarf, und unter „Weitere Optionen“ noch zusätzliche Einstellungen vornehmen. Besonders interessant ist hier die Option, Wörter mit diakritischen Zeichen als unterschiedliche Wörter zu behandeln, also dass ä und a nicht als derselbe Buchstabe behandelt werden. Dafür muss der Index allerdings neu aufgebaut werden. Apropos Index neu bauen: Falls ihr Probleme habt, zum Beispiel weil komische Treffer auftauchen oder Dinge gar nicht gefunden werden, könnt ihr den Index mit einem Klick neu erstellen. Das dauert eine Weile, kann aber solche Probleme lösen.
Tipp Nummer 2: die Suche im Startmenü. Standardmässig ist bei Windows 11 unten oft eine Suchleiste eingeblendet, ich habe sie meist aus, weil ich sie unnötig finde. Ihr könnt die Suche direkt per Tastatur öffnen oder einfach die Windows-Taste drücken, dann geht das Startmenü auf, und ihr fangt einfach an zu tippen. Ihr müsst nirgends reinklicken: Tippen reicht, und ihr bekommt die Suchergebnisse. Oben könnt ihr noch filtern, zum Beispiel nur Web-Ergebnisse anzeigen lassen. So ist das nicht mega granular, aber für die wichtigsten, kurzen Suchen reicht es oft völlig. Ich nutze das zum Beispiel, um Apps zu öffnen, die ich nicht so häufig brauche, dass sie unten angeheftet sind, zum Beispiel den Editor.
Tipp Nummer 3: die Suche im Datei-Explorer. Öffnet den Datei-Explorer und nutzt oben rechts das Suchfeld. Ihr könnt reinklicken oder direkt mit F3 in das Suchfeld springen und dann einfach eintippen, was ihr sucht. Ein persönlicher Tipp dazu: Ich stelle die Ansicht fast immer auf „Details“ um, weil ich „Inhalt“ nicht übersichtlich finde. In „Details“ kann man leichter Sortierkriterien ergänzen und danach sortieren, und ich arbeite ohnehin meistens in dieser Ansicht. Dann sind die Suchoptionen spannend: Wenn ihr sehr viele Treffer habt, könnt ihr die Suche eingrenzen, zum Beispiel nach Grösse, Art oder Änderungsdatum. Wenn ihr etwa wisst, dass es ein Textdokument ist, das ihr diese oder letzte Woche geändert habt und es eher klein ist, könnt ihr diese Filter setzen, dann führt Windows die Suche nochmal gezielter aus. Bei sehr allgemeinen Suchbegriffen wie „Windows“ über den ganzen PC kann das natürlich trotzdem langsam sein, aber in Bereichen wie OneDrive wirkt es oft schneller.
Tipp Nummer 4: die Suche mit Doppelpunkt im Suchfeld. Statt alles über die Klick-Filter zu setzen, könnt ihr auch direkt Suchbegriffe mit Syntax eingeben, zum Beispiel „Typ:Dokument“. Das hat denselben Effekt wie die Filterauswahl. Ihr seht das sogar, wenn ihr per Klick etwas auswählt: Dann fügt Windows so eine Art Tag hinzu, etwa „Grösse: klein“. Der Vorteil, wenn man das von Hand eintippt: Ihr könnt es copy-pasten, später wiederverwenden oder euch wiederkehrende Suchanfragen schneller zusammenbauen, ohne jedes Mal alles anklicken zu müssen.
Tipp Nummer 5: die Websuche. Wenn ihr im Startmenü nach etwas sucht, bekommt ihr rechts oft Web-Ergebnisse angezeigt. Das kann grundsätzlich nützlich sein, aber wenn ihr auf eurem PC nach etwas Privatem suchen möchtet, das ihr nicht nach draussen geben wollt, ist das natürlich ungünstig, weil eure Eingaben dann für Web-Ergebnisse verwendet werden. Der lokale Suchindex auf dem PC soll laut Microsoft privat sein und nicht ins Internet gehen, das muss man im Zweifel so akzeptieren. Bei der Websuche ist es aber klar: Das geht nach draussen. Wenn ihr also zum Beispiel nach einem Dokument suchen würdet, das ihr nicht mit eurem Konto verknüpfen wollt, kann das problematisch sein. Das Gute ist: Man kann das ausschalten, allerdings nicht immer ohne Weiteres. Ihr braucht dafür mindestens Admin-Rechte, und es geht nicht auf allen Windows-Versionen. Der Weg führt über den Group Policy Editor: Den öffnet ihr über die Suche und dann über „Gruppenrichtlinie bearbeiten“. Dieses Feature ist nicht in allen Windows-Versionen verfügbar. Wenn ihr es habt, navigiert ihr zu „Administrative Vorlagen“ > „Windows-Komponenten“ > „Datei-Explorer“ und sucht dort die Richtlinie „Anzeige der letzten Sucheinträge im Datei-Explorer-Suchfeld deaktivieren“. Dort macht ihr einen Doppelklick, wählt „Aktiviert“, klickt auf „Übernehmen“ und „OK“. Damit es greift, müsst ihr euch einmal abmelden und wieder anmelden. Danach sollten die Web-Ergebnisse weg sein. Das war’s auch schon. Wenn euch das Video gefallen hat, lasst mir einen Like da. Links und rechts findet ihr zwei weitere Videos vom Channel, in der Mitte könnt ihr den Kanal abonnieren. Wir sehen uns nächste Woche wieder. Bis dann, tschüss.
Tipps zur Suche für Mac
Benutzerhandbuch: Suchen mit Spotlight auf dem Mac
Video: Apple Mac Einsteigerkurs Teil 12: Die Tags
Transkript
Hast du gewusst, dass du Dateien, die du mit Spotlight gefunden hast, direkt aus dem Suchergebnis auf den Desktop ziehen kannst? Das ist nur einer von vielen Tipps rund um die Power-Suche Spotlight auf deinem Mac. Machen wir gleich weiter.
Um Spotlight zu öffnen, klickst du rechts oben auf deinem Mac-Desktop einmal auf die kleine Lupe. Alternativ nutzt du die Tastenkombination Befehl und Leertaste. In beiden Fällen öffnet sich die Eingabezeile für Spotlight. – Du kannst die Spotlight-Eingabezeile anklicken und bei gedrückter Maustaste beliebig auf dem Bildschirm verschieben und neu positionieren. – Sobald du einen Suchbegriff eingegeben hast, kannst du das Ergebnisfenster grösser oder kleiner ziehen. – Falls du all diese Änderungen wieder rückgängig machen möchtest, klickst du auf die Lupe und hältst die Maustaste eine kleine Weile gedrückt. Dann springt die Eingabezeile für Spotlight wieder an ihre ursprüngliche Position und auch die Grösse wird zurückgesetzt.
In Spotlight kannst du auch Berechnungen durchführen, indem du sie einfach eintippst. Diese Berechnungen sind nicht auf einfache Grundrechenarten beschränkt, du kannst auch mit komplizierteren Formeln rechnen, zum Beispiel mit SQRT, um die Wurzel aus einer Zahl zu ziehen. Ebenso kannst du Währungen und Masseinheiten konvertieren, indem du einfach den Ausgangswert und die Währungsbezeichnung oder die entsprechende Masseinheit eingibst. Ich habe es hier mal probiert mit Dollar, Yard und Fahrenheit.
Apple Spotlight liefert sehr viele Suchergebnisse, das kann auch manchmal stören und unübersichtlich werden. Ich habe zum Beispiel hier eine Datei über das iPad und die würde ich künftig gern etwas schneller finden. Das kann ich erreichen, indem ich Suchergebnisse ausblende, die für mich normalerweise nicht notwendig sind. Öffne dazu die Systemeinstellungen und darin «Siri und Spotlight». Wenn du nach unten scrollst, siehst du eine Liste der Suchergebnisse. Hier entfernst du die Häkchen bei allen Ergebnisarten, die du nicht in deiner Ergebnisliste in Spotlight sehen möchtest. Auf diese Weise kannst du die Ergebnisliste deutlich reduzieren, hast ein übersichtlicheres Ergebnis und kommst schneller zu deinem gewünschten Fundstück.
Spotlight durchsucht deinen Mac komplett. Wenn du Ordner hast, die du nicht in der Suche wiederfinden willst, kannst du sie ausschliessen. Auch das geht in den Systemeinstellungen unter „Siri und Spotlight“. Scrolle wieder ganz nach unten und klicke auf „Spotlight-Datenschutz“. Dort kannst du mit einem Klick auf das Pluszeichen einen Ordner hinzufügen, der nicht von Spotlight indexiert werden soll. Diesen Vorgang kannst du mit allen Ordnern wiederholen, die du aus dem Index ausschliessen willst. Und indem du einen Ordner markierst und auf das Minus klickst, kannst du ihn wieder in die Indexierung einschliessen.
Spotlight durchsucht den Rechner sowohl nach Dateinamen als auch nach Inhalten. Wenn ich zum Beispiel „Hotkeys“ eingebe, erscheint das Dokument „Vorschau Hotkeys“ in der Ergebnisliste. Wenn ich es öffne, suche ich mir ein Wort heraus, zum Beispiel „Bildbearbeitung“. Suche ich dann danach in Spotlight, erscheint tatsächlich genau das Dokument, in dem der Begriff vorkommt, also das Dokument, in dem „Bildbearbeitung“ steht.
Sehr praktisch und mein häufigster Anwendungszweck für Spotlight ist das Starten von Programmen. Du öffnest Spotlight wie üblich mit Befehl und Leertaste, tippst den Namen des Programms ein und drückst dann nur noch die Eingabetaste. Sofort wird das Programm gestartet.
Du kannst aus den Suchergebnissen Dateien, hier zum Beispiel Fotos, per Drag & Drop in eine Anwendung hineinziehen. Übrigens funktioniert Drag & Drop auch, wenn du Dateien auf den Desktop oder in einen Ordner ziehst. In dem Fall werden die Dateien einfach kopiert.
Falls dir die Ergebnisse aus Spotlight nicht genügen, kannst du die weitere Suche auch an den Finder delegieren. Dazu scrollst du in der Ergebnisliste ganz nach unten und klickst unter „Zugehörige Suchen“ auf „Mit Finder suchen“. Der Suchbegriff wird dann an den Finder übergeben, hier sind es nur die beiden Buchstaben V und O, und du kannst die Suche im Finder fortsetzen.
Mit Spotlight kannst du auch ein Verzeichnis suchen und direkt öffnen. In diesem Beispiel will ich mein Heimatverzeichnis öffnen. Dazu tippe ich in Spotlight eine Tilde und einen Schrägstrich ein, das ist in Unix das Kürzel für das Homeverzeichnis. Dann bietet mir Spotlight unter „Ordner“ das Heimatverzeichnis meines Training-Accounts an. Das kann ich dann mit der Eingabetaste oder mit einem Doppelklick öffnen.
Richtig stark wird Spotlight, wenn du die Suchergebnisse nach bestimmten Kategorien filterst. Wenn du zum Beispiel in der Suche erst „Name:“ eingibst und dann einen Suchbegriff, findet Spotlight nur Dokumente, die den Suchbegriff im Namen enthalten. In dem Fall wird also nicht nach dem Inhalt gesucht. Alternativ probierst du es mit „Art:“ und gibst dahinter zum Beispiel „Tabellenkalkulation“ ein. Jetzt erscheinen tatsächlich nur Dateien aus einer Tabellenkalkulation, hier ist es Excel, in der Ergebnisliste. Und noch ein Beispiel: Mit „Art: Notiz“ und einem anschliessenden Suchbegriff kann ich nur meine Notizen durchsuchen.
Es gibt noch eine Spezialität in Spotlight: Dafür muss ich in den Systemeinstellungen unter „Siri und Spotlight“ die Siri-Vorschläge aktivieren, die ich vorhin abgeschaltet habe. Mit den Siri-Vorschlägen kannst du zum Beispiel nach „Wetter“ und einem Ort suchen und bekommst direkt einen Wetterbericht angezeigt. Und du kannst auch nach Aktienkursen suchen: Dann siehst du das Ergebnis gleich in Spotlight, und wenn du darauf doppelklickst, öffnet sich in diesem Fall die Aktien-App.
Richtig schnell wird Spotlight natürlich erst mit Tastaturbedienung. Die einfachste Taste, die du kennen musst, ist die Pfeil-nach-unten-Taste. Damit blätterst du von oben nach unten durch die Suchergebnisse. Mit der Pfeil-nach-oben-Taste kommst du wieder nach oben. Wenn du die Befehlstaste gedrückt hältst und dann auf eine Pfeiltaste tippst, wechselst du jeweils die Ergebnis-Kategorie. Wenn du wissen möchtest, in welchem Verzeichnis sich eine Datei befindet, wählst du die Datei mit den Pfeiltasten an und drückst einmal die Befehlstaste. Solange du die Befehlstaste gedrückt hältst, wird dir der Ordner angezeigt, in dem sich die Datei befindet. Und wenn du dann Befehl und R drückst, öffnet sich der Ordner, in dem die gesuchte Datei steckt. Eine weitere Tastenkombination ist Befehl I, damit bekommst du die Dateiinformationen zur ausgewählten Datei. Zum Schluss noch Befehl B: Damit reichst du aus Spotlight heraus einen Suchbegriff direkt an den Safari-Browser weiter und startest so eine Websuche.
Das waren meine Tipps zur Spotlight-Suche. Vielen Dank fürs Zuschauen, und hier kommen dann auch schon die nächsten Tipps.
Tipps für ein effizientes Dateimanagement
Die Betriebssysteme haben diverse weitere Funktionen, welche dir helfen, dich effizient in grossen Dateibestände zurechtzufinden. Hier die wichtigsten Tipps:
Schnellzugriff (Windows) /Seitenleiste (Mac)

Ordner und Laufwerke, die häufig gebraucht werden, bleiben über den Schnellzugriff (Windows) oder die Seitenleiste (Mac) im Blickfeld. Hier findest du weitere Informationen dazu:
Ansicht anpassen
Die Ordner und Dateien lassen sich je nach Verwendungszweck unterschiedlich darstellen.
Windows
Video: Windows Ordneransicht: Einstellung für alle Verzeichnisse speichern
Mac
Mac-Handbuch: Ändern, wie Ordner im Finder auf dem Mac dargestellt werden
Desktop aufräumen

Der Schreibtisch des Betriebssystems verhält sich ähnlich wie in der realen Welt: Die aktuellen und wichtigen Arbeiten sollten sofort griffbereit sein. Wird er mit Altlasten überfüllt, so geht die Übersicht und somit die Effizienz verloren. Er muss nicht jeden Abend leer sein soll, wie gewisse Expert:innen empfehlen, aber von Zeit zu Zeit lohnt es sich, nicht mehr benötigte Dateien zu löschen und die andere dauerhaft abzulegen. Auf dem Desktop bleiben nur noch jene, die in nächster Zeit regelmässig benötigt werden.
Verknüpfungen/Alias
Verknüpfungen (Mac: Alias) können helfen, auf eine Datei sehr rasch zuzugreifen. Die folgenden Beispiele zeigen den typischen Einsatz von Verknüpfungen:
- Du möchtest vorübergehend eine Datei regelmässig bearbeiten, welche in einer tiefen Ordnerstruktur abgelegt ist. Legst du eine Verknüpfung dieser Datei auf dem Desktop ab, so kannst du sie künftig viel schneller öffnen.
- In zwei Projekten soll auf die gleiche Datei zugegriffen werden. Im einen Projektordner speicherst du das Original, im anderen legst du eine Verknüpfung der Datei ab. So kann aus beiden Ordnern auf die gleiche Datei zugegriffen werden.
Anleitung für Windows
- Öffne den Windows Explorer: Navigiere zu der Datei, dem Ordner oder dem Programm, für das du eine Verknüpfung erstellen möchtest.
- Rechtsklick auf das Objekt: Klicke mit der rechten Maustaste auf das Objekt und wähle «Verknüpfung erstellen».
- Verknüpfung auf dem Desktop erstellen: Die Verknüpfung wird automatisch auf dem Desktop erstellt.
Alternativ dazu kannst du eine Datei mit gedrückter alt-Taste an den gewünschten Ort ziehen, um da eine Verknüpfung anzulegen.
Anleitung für Mac
- Wähle das Objekt und dann Ablage |Alias erzeugen. Du kannst von einem Objekt beliebig viele Aliasdateien erstellen und diese in andere Ordner oder auf den Schreibtisch bewegen.
- Es gibt auch eine Möglichkeit, in einem Arbeitsgang eine Alias-Datei eines Objekts zu erstellen und sie in einen anderen Ordner oder auf den Schreibtisch zu bewegen: Halte dazu die Option-Taste zusammen mit der Command-Taste gedrückt und bewege das Originalobjekt an den gewünschten Speicherort.
- Es gibt auch eine Möglichkeit, in einem Arbeitsgang eine Alias-Datei eines Objekts zu erstellen und sie in einen anderen Ordner oder auf den Schreibtisch zu bewegen: Halte dazu die Option-Taste zusammen mit der Command-Taste gedrückt und bewege das Originalobjekt an den gewünschten Speicherort.
Kurzbefehle
Die Benutzeroberfläche des Systems ist zwar sehr intuitiv, aber nicht sehr effizient bedienbar. Mit Kurzbefehlen bist du in der Regel viel schneller, weil du die Hände nicht von der Tastatur nehmen musst. Im Akkordeon findest du plattformspezifische Kurzbefehle. Am besten probierst du sie gleich aus und notierst dir jene, die für dich besonders nützlich sein können:
Die Benutzeroberfläche des Systems ist zwar sehr intuitiv, aber nicht sehr effizient bedienbar. Mit Kurzbefehlen bist du in der Regel viel schneller, weil du die Hände nicht von der Tastatur nehmen musst. Im Akkordeon findest du plattformspezifische Kurzbefehle. Am besten probierst du sie gleich aus und notierst dir jene, die für dich besonders nützlich sein können:
Die Benutzeroberfläche des Systems ist zwar sehr intuitiv, aber nicht sehr effizient bedienbar. Mit Kurzbefehlen bist du in der Regel viel schneller, weil du die Hände nicht von der Tastatur nehmen musst. Im Akkordeon findest du plattformspezifische Kurzbefehle. Am besten probierst du sie gleich aus und notierst dir jene, die für dich besonders nützlich sein können:
Kurzbefehle Windows
- Windows + E: Öffnet den Datei-Explorer.
- Alt + P: Zeigt oder verbirgt das Vorschaufenster.
- Alt + Enter: Zeigt die Eigenschaften der ausgewählten Datei.
- F2: Umbenennung ausgewählter Dateien oder Ordner.
- Strg + Umschalt + N: Erstellt einen neuen Ordner.
- Strg + N: Öffnet ein neues Explorer-Fenster.
- Strg + W: Schließt das aktuelle Explorer-Fenster.
- F3 oder Strg + F: Öffnet die Suchleiste, um das aktuelle Verzeichnis zu durchsuchen.
- Strg + Z: Macht die letzte Aktion rückgängig (z.B. eine versehentlich verschobene Datei).
- Strg + Y: Wiederholt die zuletzt rückgängig gemachte Aktion.
- Alt + Pfeil nach oben: Geht zur übergeordneten Ordnerebene.
- Alt + Pfeil links: Geht zurück zu einem vorherigen Ordner.
- Alt + Pfeil rechts: Geht vor zu einem nachfolgenden Ordner.
- Strg + C: Kopiert das ausgewählte Objekt.
- Strg + X: Schneidet das ausgewählte Objekt aus.
- Strg + V: Fügt das zuvor gekopierte oder ausgeschnittene Objekt ein.
- Strg + A: Markiert alle Elemente im Explorer-Fenster.
Mehrere Dateien auswählen:
- Strg gedrückt halten und einzelne Dateien auswählen
- Umschalt gedrückt halten und auf die erste und letzte Datei klicken um alle dazwischen auch auszuwählen
- Strg + Pfeiltaste um zu einem Element zu wechseln + Leertaste um das ausgewählte Element zur Auswahl hinzuzufügen
Windows Hilfe: Weitere Kurzbefehle und Tastenkombinationen
Kurzbefehle Mac
- Befehlstaste + N: Neues Finder-Fenster öffnen.
- Umschalttaste + Befehlstaste + D: Schreibtisch öffnen.
- Umschalttaste + Befehlstaste + H: Benutzerordner öffnen.
- Umschalttaste + Befehlstaste + L: Ordner «Downloads» öffnen.
- Befehlstaste + Aufwärtspfeil: Zur übergeordneten Ordnerebene gehen.
- Befehlstaste + Leertaste: Eine Spotlight-Suche starten
- Befehlstaste + F: Eine Spotlight-Suche im Finder-Fenster starten
- Befehlstaste + I: Informationen über die ausgewählte Datei anzeigen.
- Leertaste: Zeigt Vorschau einer ausgewählten Datei an
- Befehlstaste + D: Datei duplizieren.
- Befehlstaste + C: Datei kopieren.
- Befehlstaste + X: Datei ausschneiden.
- Befehlstaste + V: Datei einfügen.
- Befehlstaste + E: Laufwerk oder Volume auswerfen.
- Befehlstaste + Rückschritttaste: Datei löschen.
Mehrere Dateien auswählen:
- Befehlstaste gedrückt halten und einzelne Dateien auswählen
- Umschalttaste gedrückt halten und auf die erste und letzte Datei klicken um alle dazwischen auch auszuwählen
- Strg + Pfeiltaste um zu einem Element zu wechseln + Leertaste um das ausgewählte Element zur Auswahl hinzuzufügen
In die Cloud auslagern
Das Speichern in der Cloud hat nicht nur den Vorteil, dass du von allen Geräten auf die Dateien zugreifen kannst, sie lassen sich auch leichter teilen, verlinken und kollaborativ bearbeiten. Typische Clouddienste sind OneDrive (bzw. Microsoft 365), Google Drive, Dropbox, iCloud oder das Open Source Produkt Nextcloud.
Links, Kontext
Eine reine Dateiablage hat den Nachteil, dass alleine aufgrund des Dateinamens keine Rückschlüsse auf den Inhalt der Datei gezogen werden können. Entsprechend muss ich jede Datei erst öffnen, um mir einen Überblick zu verschaffen.
Jöran Muuß-Merholz empfiehlt im Buch Digitale Zusammenarbeit 4.0 das Anlegen einer sogenannten Masterdatei für jedes Projekt. In dieser Datei werden alle Informationen zum Projekt übersichtlich zusammengestellt und zugehörige Dateien werden verlinkt. Anstatt also den Projektordner nach einer bestimmten Datei zu durchpflügen rufe ich sie über den entsprechenden Link in der Masterdatei auf. Vor allem wenn mehrere Personen zusammenarbeiten kann auf diese Weise viel Zeit und Ärger gespart werden.
Auch bei der Entwicklung dieses Moduls arbeiteten wir mit einer Masterdatei:

Für dein persönliches Wissensmanagement eignet sich ein Notizprogramm wie OneNote, Notion oder Evernote besser als eine einzelne Worddatei. Diese Tools haben sehr mächtige Suchfunktionen und sie eignen sich gut, um den Kontext zu den verlinkten Dateien zu integrieren. So könntest du beispielsweise deine Literatursammlung in einer cloudbasierten Ordnerstruktur anlegen. Im Notizprogramm verlinkst du dann den betreffenden Text und notierst dazu deine Gedanke und weiterführende Links und Hintergrundinformationen.

Synchronisierung vs online bearbeiten
Die Synchronisierung eines Cloud-Ordners erlaubt dir, die Datei lokal auch ohne Internetverbindung zu bearbeiten. Sobald du das nächste Mal im Netz bist, wird die Datei in der Cloud wieder aktualisiert. Die Bearbeitung einer Datei ist zudem lokal meist komfortabler. Clouddienste lagern ungenutzte Dateien meist automatisch in die Cloud aus, um Speicherplatz zu sparen. Mit einem Doppelklick auf das Dateisymbol wird die Datei erneut aus der Cloud geladen und kann lokal bearbeitet werden.
Um Dateien in Echtzeit gemeinsam zu bearbeiten ist die Onlineversion hingegen meist stabiler.
Anknüpfungspunkte zu anderen Modulen
Das Dateimanagement wird auch in folgenden Modulen vertieft:
- Digitale Geräte im Alltag: Tipps zur Ordnerstruktur und zum Dateimanagment
- Online-Kommunikation & Online-Kooperation: Tipps für die für das kollaborative Bearbeiten von Dateien sowie zur Nutzung von Clouddiensten