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B8 | Lernen mit generativer KI

KI-Tools können im Hinblick auf das Lernen widersprüchliche Effekte haben. Wird das Lernen mithilfe von KI abgekürzt – etwa indem ein Tool direkt eine fertige Lösung liefert –, besteht die Gefahr, dass eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung ausbleibt (Bastani et al., 2024).

Werden KI-Tools hingegen zur aktiven Auseinandersetzung mit Lerninhalten genutzt, kann sich dies positiv auf das Lernen auswirken. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Lernende einen Chatbot gezielt zu einem Inhalt befragen, bei Unklarheiten nachhaken, personalisierte Erklärungen erhalten und die Antworten kritisch weiterverarbeiten (Lehmann et al., 2024). (an diesen Stellen ev. noch neuere Studien verlinken!!)

Dieses gemeinsame Lernen mit einem Sprachmodell wird häufig als sokratischer Lehrstil beschrieben: Das Modell legt nicht unmittelbar die Lösung vor, sondern versucht zunächst, die Vorkenntnisse des Lernenden zu erfassen und den Weg zur Lösung schrittweise zu begleiten. Dazu stellt das Modell gezielte Fragen, regt zum Nachdenken an und unterstützt die Lernenden dabei, eigene Lösungswege zu entwickeln.

Bei ChatGPT lässt sich dieser sokratische Lernmodus unter «Studieren und Lernen» aktivieren, bei Gemini heisst die entsprechende Funktion «Lernhilfe». Auch solche Lernmodi können jedoch Fehler, Verzerrungen oder fachliche Unschärfen enthalten. Deshalb sollte ein Faktencheck stets ein fester Bestandteil der Arbeitsroutine bleiben.

Der Lernmodus lässt sich über den folgenden Link aktivieren: https://chatgpt.com/de-DE/features/study-mode/

Sobald ein neuer Chat eröffnet wurde, lässt sich bei Gemini der Lernhilfe-Modus über das Pluszeichen aktivieren.