E2. Sozialisation in der Gruppe – digibasics
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Version 1.0
Prototyp zur Erprobung

E2. Sozialisation in der Gruppe

“Die Stimmung unter den Mädchen ist gut.”, denkt sich Bea. Eigentlich interessant zu sehen, wie die Influencerin und dieser Duft ein gemeinsames Thema darstellen, über das die Mädchen als Gruppe diskutieren und sich austauschen können. Irgendwie ist es gar nicht so einfach für Bea, einen tieferen Einblick in die Gruppe zu erhalten. Als Bea nachfragt, ob es denn auch andere Düfte gibt, die den Mädchen gefallen, spürt sie, dass ihr vorgebrachtes Interesse nicht bei allen Mädchen wirklich erwünscht ist. 

Bea erinnert sich an ihren Unterricht an der Hochschule. Da ging es um das Bedürfnis der sozialen Integration, aber auch um die unterschiedlichen Prägungsfaktoren der verschiedenen Generationen im Hinblick auf die Entwicklungsaufgabe partizipieren. 

Sozial-integratives Bedürfnis

Die Mädchen setzen ihr Thema, die Düfte und die Nachahmung der Persönlichkeit der Influencerin unter Umständen auch ein, um ihre Positionen und Beziehungen in der Gruppe auszuloten und zu definieren.  
Bea kommt dabei mit ihrer Nachfrage (siehe oben) offensichtlich von aussen, denn ihre Position ist gegeben. Sie ist die Lehrerin und die Schülerinnen haben eine Vorstellung davon, welche Position Bea in der Gruppe hat. Lieber tauschen sich die Schülerinnen untereinander aus. 

Sind die Mädchen eine Generation für sich?

Bea gehört wohl nicht so richtig dazu, da sie zu einer anderen Generation gehört. Die Einteilung von Menschen in Generationen ist kritisch zu betrachten. So sind doch nicht alle Menschen einer Generation gleich. Es allerdings Themen die Personen einer bestimmten Generation eher beschäftigen.  Die Generationenübersicht von Simon Schnetzer (Jugendforscher, Speaker und Futurist), welche Bea beim Surfen gefunden hat, bietet eine interessante Analyse über mögliche Einflüsse der verschiedenen Zeitgeschehnisse auf die einzelnen Generationen. 

Bild: Generationenübersicht – Simon Schnetzer

Lese- und Denkauftrag

Konsultiere Simon Schnetzers Website der Generationenübersicht und studiere die prägenden Elemente in der Jugend und die typischen Charaktere der einzelnen Generationen. Zu welcher Generation gehörst du? In wie weit trifft deine Generationenbeschreibung auf dich zu oder nicht? 
In wie fern könnte so ein Einteilungssystem in der Arbeit als Lehrperson nützlich sein? Wo siehst du Risiken in einer solchen Kategorisierung? 

Denkauftrag

Was denkst du? Wie soll Bea mit ihrer Neugierde umgehen? Was muss sie wissen, verstehen und berücksichtigen, damit sie als Pädagogin mit den Kindern über das Thema Influencing sprechen kann, und so daran arbeiten, dass die Kinder die “Medien verstehen und verantwortungsvoll nutzen” 
(Vergleiche Lehrplan21 – Modullehrplan “Medien und Informatik” Abschnitt “Bedeutung und Zielsetzungen”