Das Problem mit dem PDF – digibasics
Version 1.0
Prototyp zur Erprobung

Das Problem mit dem PDF

Informationen als PDF-Dokument zur Verfügung zu stellen, ist beliebt. Denn egal, auf welchem Betriebssystem oder mit welcher Software man das PDF öffnet: Die Inhalte sehen genauso aus, wie bei der Erstellung vom Autor geplant. Dieser grosse Vorteil von PDF-Dokumenten ist aus E-Accessibility-Perspektive auch ein Nachteil, denn das PDF (Portable Document Format) wurde eben nicht dafür konzipiert, um Informationen flexibel darstell- und auslesbar zu machen. 

Nun werden PDFs in aller Regel aus einem Ursprungsdokument (z. B. Word oder PowerPoint) generiert. Diese Umwandlung vom Ausgangsdokument in ein PDF kann jedoch zu einer komplexen Angelegenheit werden. Bei reinen Textdokumenten ist die Umwandlung in ein barrierearmes PDF meist keine grosse Sache. Aber je komplexer das Ausgangsdokument ist (wenn es beispielsweise Abbildungen, Verschachtelungen, Tabellen, Spalten etc. enthält), desto mehr muss bei der Umwandlung ins PDF-Format kontrolliert werden. Inzwischen gibt es einige Tools, auch kostenlose, die dabei unterstützen ein PDF barrierefrei zu machen (siehe Links). Einige Einstellungen, die der Barrierefreiheit zuträglich sind, können aber auch ohne jegliche Tools vorgenommen werden. Diese werden im «Leitfaden_PDF_Windows» bzw. «Leitfaden_PDF_Mac» beschrieben.

Fazit:
Gerade aus E-Accessibility-Sicht sollte die Nutzung von PDFs wohlüberlegt sein. Es gibt sicherlich Anwendungsfälle, da macht ein PDF Sinn. Man sollte aber durchaus in Erwägung ziehen, ob die zu vermittelnden Informationen nicht auch über ein anderes Medium zur Verfügung gestellt werden könnten. Häufig werden PDFs beispielsweise auf eine Webseite hochgeladen, obwohl man die gleichen Informationen auch direkt auf der Webseite platzieren könnte.