Einleitung – digibasics
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Prototyp zur Erprobung

Einleitung

Was ist Medienbildung? Kinder und Jugendliche chatten mit Freund:innen, präsentieren sich mit Selfies, tauchen in virtuelle Welten ein, lesen, erstellen fantasievolle Stop-Motion-Filme und gestalten kreative kleine Clips und Memes. Sind sie nicht längst geschickter in der Verwendung von Technik als die meisten Erwachsenen? Reicht das nicht? Warum gibt es also Medienbildung? Und was ist das genau? 

Medienbildung beschäftigt sich mit der Bedeutung der Medien im Leben von Menschen und hat die Aufgabe, Menschen bei ihrer Entwicklung von Medienkompetenz zu unterstützen. Es steht dabei nicht das Erlernen der richtigen Bedienung von Software oder Ähnliches im Vordergrund, sondern es geht um nachhaltige, langfristige Kompetenzen für den bewussten Umgang mit aktuellen Medienwelten und zukünftigen medialen Entwicklungen. Es geht also um grundlegende Kommunikationskompetenzen, die erworben werden und dem/der Einzelnen aber auch im Zusammenleben und in der Gestaltung der Gesellschaft und der Demokratie in Bezug auf Medien hilfreich sein sollen. Die Medienkompetenz ist eingebunden in Lebenskompetenzen wie Reflexions- und Kritikfähigkeit, soziale Kompetenz und Empathie, in Selbstwirksamkeitserleben und Demokratiebildung. Die Themen der Medienbildung sind sehr vielfältig.

Hier eine kleine Sammlung medienpädagogisch interessanter Fragen:

  • Wie kann ich die vielen Möglichkeiten der Medien nutzen, um mich mit anderen Menschen auszutauschen, Neues zu entdecken, zu lernen und selbst kreativ zu werden?  
  • Welchen Einfluss haben mediale Bilder auf meine Vorstellung von Freundschaft und Liebe, Attraktivität und Identität?  
  • Wie hinterfrage ich problematische Rollenvorbilder und denke über eigene Wertvorstellungen nach? 
  • Welche Kompetenz brauche ich, um qualitätsvolle Quellen zu finden, wenn ich mir eine politische Meinung bilden möchte?  
  • Was bedeutet es, dass die grossen Social-Media-Plattformen, die sich Zugriff auf so viele sehr persönliche Daten gesichert haben, in den Händen kommerzieller Firmen sind?  
  • Wie erkenne ich Fake News? Und wie kann ich als Lehrperson Medienwissen und den medienkritischen Blick fördern, damit Fake News nicht zur Gefahr für Gesellschaft und Demokratie werden? 
  • Wie kann ich meine Gedanken und Anliegen mithilfe eigener Gestaltung von Fotos, Filmen und anderen medialen Beiträgen zum Ausdruck bringen und damit an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben?  
  • Wie können wir Hatespeech verhindern oder extremistische Anfragen entlarven?  
  • Wie schütze ich mich und andere vor Datenmissbrauch und Überwachung?
  • Wie gestalte ich einen selbstbestimmten, gesunden Umgang mit Medien in einer guten Balance mit anderen Interessen?

Es gibt noch viele weitere Themen und es kommen immer neue hinzu, wenn man zum Beispiel an Deepfakes, KI (künstliche Intelligenz) und den Einfluss grosser kommerzieller Techfirmen auf unser Leben denkt.